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Zum 70. Geburtstag erscheint Autobiografie von Marina Abramović

29.11.2016



ISBN 978-3-630-87500-2
Originaltitel: Walk Through Walls: Becoming Marina Abramović
Gebundene Ausgabe, 235/161/48 mm, 480 Seiten,
141 schwarz/weiß-Abbildungen und 16 Farbabbildungen,
erschienen am 14.11.2016 im Luchterhand Literaturverlag
zum Preis von 28 Euro

Zum 70. Geburtstag am 30. November erscheint im Luchterhand Literaturverlag die Autobiografie "Durch Mauern gehen" der ehemaligen HBK-Professorin Marina Abramović.

In ihrer Autobiografie wirft Marina Abramovic einen Blick zurück zu den Anfängen ihrer schwierigen Kindheit im kommunistischen Jugoslawien, wo sie am 30. November 1946 in Belgrad geboren wurde. Ihre Eltern waren Partisanen, ihre Mutter Majorin der Armee und ihr Vater ein Nationalheld.
Von 1965 bis 1970 studierte sie Malerei an der Universität der Künste Belgrad. Mit 27 Jahren begann sie künstlerische Performances zu zeigen. Während der 1970er-Jahre lehrte sie an der Akademie der Bildenden Künste in Novi Sad.1975 wirkte sie in einer Aufführung von Hermann Nitsch mit. Von 1976 bis 1989 arbeitete sie mit ihrem Lebensgefährten Ulay in zahlreichen Performances zusammen, in denen sie die Grenzen der Kunst erweiterte. Diese existenziellen Performances, in den sie mit Risiken operierte, leuchteten dabei die Grenzbereiche des menschlichen Körpers aus.

Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen wie 1982 den ars viva-Preis zum Thema Videokunst des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI e.V. gemeinsam mit Uwe Laysiepen (Ulay). Für ihre Performance "Balkan Baroque" erhielt sie 1997 den Goldenen Löwen der Biennale in Venedig, die im jugoslawischen Pavillon der Biennale stattfand und auf die serbisch-montenegrinische Abstammung der Künstlerin und den Balkankonflikt Bezug nahm.

Von 1990 bis 1991 hatte Marina Abramović eine Gastprofessur an der Académie des Beaux-Arts in Paris und an der Universität der Künste in Berlin. Von 1992 bis 1996 war sie Professorin an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg. Marina Abramović lehrte von 1997 bis 2004 als Professorin für Künstlerische Performance an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig.

Weitere Auszeichnungen waren in 2003 der Niedersächsische Kunstpreis, in 2003 Auszeichnung mit dem Bessie Award für The House with the Ocean View, in 2004 die Ehrendoktorwürde der School of the Art Institute of Chicago, in 2008 das Österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst (verliehen durch den österreichischen Bundespräsidenten Heinz Fischer), in 2009 die Ehrendoktorwürde der Künste, Universität Plymouth/ England, in 2011 den Cultural Leadership Award, American Federation of Arts (AFA)/ New York, in 2012 13th July Lifetime Achievement Award, Podgorica, Montenegro (überreicht durch den Parlamentspräsidenten Ranko Krivokapić), in 2012 den Berliner Bär (Auszeichnung der Tageszeitung BZ Berlin), in 2012 wurde sie Ehrenmitglied der Royal Academy of Arts (Hon. RA)/ London und in 2013 Wahl zum Mitglied (NA) der National Academy of Design/ New York.

Marina Abramović lebte zunächst von 1975 bis 2005 in Amsterdam und zog dann nach New York. Dort führte sie von 2003 bis 2007 ein Forum für aktuelle Performance-Kunst für begabte jungen Künstler*innen, die  Independent Performance Group (IPG). 2007 gründete sie die Marina Abramovic Foundation for Preservation of Performance Art. 2008 erwarb sie das Hudson Theater in New York. Von 2005 bis 2009 war sie mit dem italienischen Bildhauer Paolo Canevari verheiratet.

2010 zeigte das New Yorker Museum of Modern Art - MoMA eine Retrospektive ihrer Arbeiten sowie ihre Performance "The Artist is Present". 2012 wurde sie in die Wettbewerbsjury der 69. Internationalen Filmfestspiele von Venedig berufen.

Marina Abramović gilt weltweit als eine der wichtigsten Performance-Künstler*innen.

Weitere Informationen

Interview

Zuletzt bearbeitet von Kommunikation und Medien, Brigitte Kosch

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