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Das war der Frühstart Kunst 2016

Banner Frühstart Kunst

Geführt von Tutoren in leuchtend orangenen Westen, kommen die Frühstarter in die Montagehalle. Weiße hohe Wände und ein buntes Materiallager erwarten sie. Thematische Vorgaben zum Arbeiten gibt es nicht. Prof. Hartmut Neumann macht deutlich: „Es gibt nichts, was richtig oder falsch ist!“.

Der Frühstart Kunst, das zusätzliche Bewerbungsverfahren für den Diplomstudiengang Freie Kunst und den Bachelorstudiengang KUNST.Lehramt, findet jedes Jahr vor der regulären Bewerbungsphase an der Hochschule für Bildende Künste statt. In diesem Jahr nutzten ca. 150 interessierte junge Menschen aus ganz Deutschland die Chance, sich vorab für ein Studium qualifizieren und erste Einblicke in die Werkstätten und das Studentenleben an der Kunsthochschule zu erlangen.
Im Mittelpunkt steht wie immer das freie Arbeiten in der Montagehalle. Vier Stunden haben die Bewerber Zeit, ihr künstlerisches Talent unter Beweis zu stellen.

Nach der kurzen Ansprache von Herrn Prof. Neumann, beginnen die Frühstarter, sich Material und einen geeigneten Arbeitsplatz zu sichern.

Arbeiten mit Tapeband

Frühstarterin bei den Vorbereitungen
© HBK
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Ein blondes Mädchen im Jeanshemd lehnt entspannt an der Wand und beobachtet das Gedränge um den Materialhaufen. „Ich brauche in jedem Fall diesen Platz für mein abstraktes Bild. Farben und alles andere, habe ich selber mitgebracht.“ Sie holt sich schließlich einen großen Bogen Papier und beginnt, ihn mit Spezial-Tape zu überkleben. „Beim Abziehen entstehen damit saubere weiße Linien. Ich arbeite sehr oft damit.“

Eine Tutorin erklärt die Faszination des freien Arbeitens während des Frühstarts. „Es ist einfach immer wieder spannend zu sehen, wie in dieser kurzen Zeit die unterschiedlichsten Werke entstehen. Manche wandeln sich in diesem Zeitraum komplett. Allein um diese künstlerischen Prozesse zu beobachten, bin ich gerne als Ansprechpartnerin in der Montagehalle. Natürlich schaut man auch, welche Arbeit einem gefällt, aber das ist natürlich immer subjektiv. Die Professoren haben da noch einen viel besseren Blick drauf. Sie sind mit diesem Verfahren seit Jahren vertraut und erkennen Potenzial und Talent manchmal aus kleinsten Details heraus.“

Zum Abschluss der freien Arbeitszeit kann jeder Bewerber in Gesprächen mit den Professoren der Hochschule, künstlerische Position und Werk näher erläutern und in einen ersten Kontext mit den Lehrenden treten.

Frühstarterin Laura in der Montagehalle

Frühstarterin Laura
© HBK
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Ganz in der hintersten Ecke der Halle arbeitet Laura (18) aus der Nähe von Goslar an einem figürlichen Bild. Von ihrer Kunstlehrerin ermutigt, hat sie sich für den Frühstart an der HBK Braunschweig angemeldet. Der Tag an der Hochschule hat sie in ihrer Auffassung bestätigt: „Für mich gibt es keine bessere Kunsthochschule für das Studium der Freien Kunst. Hier herrscht eine angenehme entspannte Atmosphäre. Ich habe mich sofort aufgenommen gefühlt.“

Wichtiger Bestandteil des Frühstarts, ist auch das Erkunden der vielen Werkstätten an der HBK. In Workshops können neue Techniken und Materialen erprobt werden.

Viele nutzen das Angebot um ihren künstlerischen Horizont zu erweitern, wie auch Nele (17) aus Buxtehude. Sie sitzt mit Ohrstöpseln auf dem Boden der Halle. Im Fotolabor hat sie sich an Belichtungen ausprobiert und ihre Zeichnungen in Negative umgewandelt.

Frühstarterin Nele in der Montagehalle

Frühstarterin Nele
© HBK
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 An der Wand hängen auf Papier ihre Arbeiten, die zwei in unterschiedlichen Farbpaletten gehaltene Gesichter zeigen. Sie macht zurzeit ihr Fachabitur in Gestaltung. „Mir ist am wichtigsten, meinen Bildern einen starken Ausdruck zu geben, daher male ich meist Gesichter von Menschen oder auch Tieren. Dabei orientiere ich mich allerdings nur vage an den Vorlagen. Wichtig ist mir, meinen eigenen Ausdruck zu finden. Dies gelingt am meisten über die Augenpartie. Bei meiner hier angefertigten Arbeit, liegt der Fokus aber auf der Farbgebung.“

Wände der Montagehalle

Wände der Montagehalle © HBK


Etwas entfernt zeichnet Maja aus Lüneburg an einer Bleistiftskizze, hinter ihr an der Wand ein großes Aquarell. „Ich wollte ausprobieren wie sich die Wasserfarben auf der Oberflächenstruktur verhalten. So frei wie hier kann ich in meinem Kunstkurs sonst nicht arbeiten, dort wird meist Thema und auch Technik vorgegeben. Um mir mal etwas ganz anderes anzuschauen, habe ich den Kurs in der Klangwerkstatt besucht. Auch dort gab es keine engen Vorgaben, sondern wir konnten uns ganz frei ausprobieren.“

In Rundgängen über den Campus und bei Besuchen von Plenen, können die Frühstarter einen Eindruck vom Arbeiten an der Universität und dem regelmäßigen Austausch zwischen Professoren und Studenten gewinnen.

Lexi aus Hannover

Frühstarterin Lexi
© HBK

Lexi (18) kommt aus Hannover und hat an der Führung durch die Ateliers teilgenommen. Besonders begeistert ist sie von den großen Arbeitsplätzen für die Studenten. „Wenn man in die Klassen kommt, fällt sofort auf, wie unterschiedlich die Studenten arbeiten. Manche Plätze sind ganz ordentlich und an anderen herrscht das totale Chaos. Man hat sich einfach wie zuhause gefühlt.“
 

Mit 46 ersten aus dem Frühstart gewonnenen neuen Studenten, startet die HBK in die laufende Bewerbungsphase, die noch bis zum 15. März andauert.

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Zuletzt bearbeitet von Kommunikation und Medien, Clarissa Leu