Kurzvorstellung
Seit 1963 gibt es in Braunschweig eine Hochschule für Bildende Künste. Sie ist bundesweit die erste Neugründung einer Kunsthochschule nach 1945 und derzeit die zweitgrößte in Deutschland. 1984 erhielt sie das Promotions- und Habilitationsrecht. Die Wurzeln der HBK reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück und sind bürgerlich-handwerklichen Ursprungs: 1841 gründete der Braunschweiger Gewerbeverein das „Zeichnen-Insthitut“. Ein bedeutender Gründungsvater war der Hofbuchbindermeister Johannes Jacob Selenka.
Die Qualität handwerklicher Erzeugnisse zu verbessern und damit auch die wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit des Handwerkerstandes – so lauteten die wichtigsten Ziele des Instituts. Aus ihm entwickelten sich seit 1855 mehrere Handwerker- und Kunstgewerbeschulen, denen ab 1952 als unmittelbare Vorläuferin der HBK die Werkkunstschule Braunschweig folgte.
Auf Beschluss des Präsidiums der HBK von 2006 wird eine Kunstsammlung eingerichtet. Parallel dazu soll nach Maßgabe des Niedersächsischen Archivgesetzes das Hochschularchiv aufgebaut werden. Seit April 2009 ist damit eine archivarische Fachkraft beschäftigt.
Von den genannten Vorgängereinrichtungen der HBK existieren in der Altregistratur nur Schriftgutreste. Stadtarchiv Braunschweig und Staatsarchiv Wolfenbüttel sind daher die geeigneten Orte zur Erforschung der HBK-Vorläufer (siehe auch Literaturhinweise). Das Altschriftgut der HBK bezieht sich in unterschiedlicher Überlieferungsdichte unter anderem auf folgende Bereiche: Lehre, Forschung, Ausstellungswesen, Rektorat/Präsidium, Haushalt, Personalangelegenheiten, Studierende, Hochschulbau. Daneben gibt es einige Nachlässe ehemaliger Professoren.
Sammlungen sind zum Beispiel angelegt für Lehrende und Studierende der HBK sowie für Presseausschnitte. Ferner existieren bislang unverzeichnete Sammlungen für Plakate, Fotos und Informationsmaterial (Flyer, Einladungen).
Da sich das Hochschularchiv im Aufbau befindet, ist eine geregelte Benutzung noch nicht möglich.
Trotzdem werden wir versuchen, Ihre telefonischen und schriftlichen Anfragen zu beantworten.
Über www.archivportal.niedersachsen.de können Sie recherchieren, was andere niedersächsische Archive zur Geschichte der HBK beizutragen haben.
Christiani, Franz-Josef: Die Handwerkerschule. Tradition des 19. Jahrhunderts und Entwicklung während der NS-Zeit. In: Ausstellungskatalog Deutsche Kunst 1933-1945 in Braunschweig. Kunst im Nationalsozialismus, hrsg. v. Städtischen Museum Braunschweig und der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Hildesheim 2000, S. 75-85.
Isensee, Eyke: Johannes Selenka. In: HBK-Katalog Volume 4. Kunst Design Wissenschaften. hrsg. v. Barbara Straka. Braunschweig 2009. S. 74-85.
Schwarz, Michael: 40 Jahre HBK. Braunschweig 2003.
Staatliche Hochschule für Bildende Künste Braunschweig 1963-1978. Braunschweig 1978.
Straka, Barbara: Blick zurück nach vorn: Archiv und Gedächtnis als Fundus für Zukunft. In: HBK-Katalog Volume 4, Kunst, Design, Wissenschaften, hrsg. v. Barbara Straka. Braunschweig 2009, S. 14-20.
Straka, Barbara: Eine Sammlung für die HBK! Neue Perspektive für eine Idee mit Vorgeschichte. In: HBK-Katalog Volume 1+2. Jahreskatalog 10/2004-9/2006 der Hochschule für Bildende Künste, hrsg. v. Barbara Straka. Braunschweig 2006, S. 248-253.
| Name | Raum | Telefon | ||
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Claudia Bei der Wieden | 01 / 027 | 0531 391 - 9144 | |
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Eyke Isensee | 01 / 027 | 0531 391 - 9288 | |
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Katrin-Sybille Klaue | 01 / 027 | 0531 391 - 9302 | |




