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Institut für Performative Künste und Bildung

Studiengang Darstellendes Spiel

Tanztheater zur Eröffnung des Institutes für Performative Künste und Bildung

vergrößern Foto: HBK/Sebastian Lang


 

Kleine Erklärung eines Studiengangs (von Kyra Mevert)

Wir sind laut, wir sind bunt, wir sind glücklich. Wir sind ein Institut. Wir gehen durch den Raum. Wir duzen Dozent*innen und die duzen uns. Wir sitzen auf dem Boden. Wir machen alles anders als die anderen. (Das ist fast schon ein Automatismus oder ein Reflex und nicht immer angebracht, aber irgendwie ok.) Wir bereiten uns nicht vor. Wir schöpfen aus dem Moment. Wir sind flexibel. Wir sind organisiert. Wir sind allzeit bereit! Wir sind die Elite unserer Generation. Wir sind Hochstapler. Wir trennen den Müll. Wir bieten Workshops an. Wir sind dagegen und wir sind viele, wir befürworten Alternativen und verabscheuen Verallgemeinerndes. Wir kommen zu spät. Wir mögen Adjektive und Fragen in Ankündigungstexten. Wir sind ein bisschen Eso. Wir gehen nach Indien. Wir glauben an den Kreis und den Prozess. Wir umarmen. Wir sind sicher. Wir hassen DS-Fortbildungen und wir hassen DSFortbildungs-lehrer*innen. Wir kämpfen für unseren Beruf! Und für die Gender-Gap.
Wir hinterfragen den Arbeitsbegriff und belegen Seminare, die wir uns nicht
anrechnen lassen können. Wir beschweren uns über Frau Jockheck. Wir
beschweren uns bei Frau Jockheck darüber, dass wir Seminare belegt haben, die wir uns nicht anrechnen lassen können. Wir haben ab und zu Stress mit der Hochschul-Leitung. Wir sind sozusagen Nicht-Ganz-Gallien. Wir atmen tief aus. Wir haben einen schwarzen und einen weißen Raum. Wir tanzen. Wir machen Wahrnehmungs-Übungen an der Bio-Laden-Theke. Wir trinken Kaffee mit Uwe und forschen nach unseren Wurzeln. Unser Leben ist das Projekt. Wir haben Konflikte, und wenn nicht, gründen wir ein Kollektiv (Dann haben wir welche). Wir atmen ein. Wir sind zu 80% weiß, weiblich und Anfang Zwanzig. Auch das ist ein Konflikt. Wir wollen Jugendliche retten, aber wir nennen das nicht so. Wir sind ständig damit beschäftigt uns zu verorten, zwischen Kunst, Pädagogik und Wissenschaft. Wir lesen Erika-Fischer-Lichte. Wir wollen, dass die Welt endlich unseren Konstruktionen nach kommt. Wir scheitern an unseren Idealen. Wir bauen uns neue. Wir lügen. Wir wollen keine Schauspieler werden. Wir inhalieren Feedback. Wir sind die Freaks auf der Party. Wir sind laut, wir sind bunt, wir sind glücklich.

 

Das Institut für Performative Künste und Bildung (IPK) steht für:

  • Theater in der Schule
  • die Entwicklung künstlerischer Formate in gesellschaftlichen Kontexten und Strukturen (politische, soziale, pädagogische)
  • kulturelle Bildung in performativer Praxis, Forschung und Lehre
  • Netzwerkarbeiten
  • Grenzbeschreitungen in Institutionen, wissenschaftlichen Disziplinen, Kunstformen
  • das Entwickeln von Beschreibungen und Verständnissen von Theater,- Bildungs- und Forschungsformaten.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Studiengang Darstellendes Spiel

Zuletzt bearbeitet von Irmhild Berger am 05.06.2015