Die Fotografie Klasse von Dörthe Eißfeldt im Dialog mit der Historischen Sammlung des Photomuseums Braunschweig

© Samuel Henne
| Projektname | Ein loses Kontingent von Welt: Klasse Eißfeldt im Dialog mit der Historischen Sammlung |
| Projektleitung | Dörthe Eißfeldt mit ihrer Klasse und Florian Ebner |
| Kooperationspartner | Museum für Photographie e.V. |
| Förderer | Stiftung Nord/LB - Öffentliche, Förderkreis der HBK Braunschweig e.V., Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Stadt Braunschweig Kulturinstitut |
Das Forschungsprojekt "Ein Loses Kontigent von Welt"
Die Projektarbeit und die Ausstellung "Ein loses Kontingent von Welt" sollten einen weitangelegten ästhetischen Brückenschlag zwischen
den historischen Verfahren und Sujets der Fotografie und den Inhalten und Präsentationsformen der zeitgenössischen Kunst herstellen. Die Ergebnisse wurden in Form einer Ausstellung vom 20. November 2009 bis 10. Januar 2010 im Museum für Photographie Braunschweig präsentiert.
Die Ausstellung
Die Ausstellung "Ein loses Kontingent von Welt" inszenierte eine Begegnung von zeitgenössischer Fotografie mit Aufnahmen aus der Frühzeit des Mediums. Sie stand am Ende eines sich über ein Jahr erstreckenden Austauschs zwischen der Bildwelt des 19. Jahrhunderts und den fotografischen Fragestellungen und künstlerischen Temperamenten einer heutigen Generation, von 15 KünstlerInnen aus der Klasse von Dörte Eißfeldt an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig.

In den 1970er und 1980er Jahren hat der Fotojournalist und Sammler Robert Lebeck eine historische Fotosammlung zusammengetragen, von der ein Teil seit Mitte der 1980er Jahre zum Bestand des Museum für Photographie Braunschweig gehört. Die Ausstellung zeigte zum einen rund 25 Originalfotografien, die allesamt im 19. Jahrhundert entstanden sind und die Vielseitigkeit der damaligen Fotografie aufzeigte. So gab es Reise- und Landschaftsfotografie zu entdecken, aber auch Roger Fentons Aufnahmen aus dem Krimkrieg. Es gab auch bekannte Werke der Fotogeschichte wie Nadars Porträts der Pariser Bohème oder Julia Margret Camerons mythologisierende Bilder zu sehen.
Den historischen Originalfotografien standen die neuzeitlichen Fotografien der Schüler der Klasse Eißfeldt gegenüber.

Die Idee zu dieser Ausstellung knüpfte an die Begeisterung und Faszination für die alten Originalfotografien an. Die "Aura" der alten Originalfotografien stellte die Grundlage für die fotografische Arbeit der Studenten. Anstelle einer visuellen Nacherzählung trat jedoch die Distanz zum Gesehenen. In ihren Aufnahmen zeigte sich ein anderes Verständnis von Natur, ein gebrochenes Verhältnis zur Repräsentation des Fremden und ein veränderter Bild- und Wirklichkeitsbegriff.
Es entstand ein reizvoller Kontrast "zwischen den alten Bildnissen in ihren Bedeutsamkeits-Posen und den jungen Fotos in ihren verrätselten Erfindungen oder Verweigerungen von Identität." (Auszug aus der Braunschweiger Zeitung, 23.11.2009).
Die beteiligten Künstler der HBK
Es wurden Arbeiten von Michael Bayer, Björn Bock, Isaak Broder, Johanna Daab, Lisa Domin, Susann Dietrich, Dörte Eißfeldt, Sarah Hauk, Alexandra Heide, Samuel Henne, Juin Roh, Feiming Shan, Jisuk Song, Natascha Stanko, Katharina Timner gezeigt.
Die Vortragsreihe
Die Ausstellung wurde zusätzlich von Vorträgen begleitet. Verena von Gagern-Steidle sprach über „Das Erfinden der Fotografie“. Prof. Dr. Hubertus von Amelunxens Thema lautete: "Es war jetzt - Bilderzeit und Lebenszeit.". Die Vortäge unterstützten die Ausstellung, in dem sie den BesucherInnen halfen, die Arbeit der Studenten in den allgemeinen philosophischen Diskurs über die Fotografie einzuordnen.
- Einladungskarte zur Ausstellungseröffnung / PDF / 1 MB
Zuletzt bearbeitet von Sarah Krecker am 17.12.2010
