Internationaler Kongress an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig

© Stadtarchiv Wolfsburg, Sammlung Willi Luther
| Projektname | Nachkriegsmoderne: Zur Kultur des Wiederaufbaus nach 1945 |
| Projektleitung | Prof. Dr. Michael Mönninger |
| Kooperationspartner | Dipl. Ing. Birgit Leube (Das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration), Prof. Dr. Jörn Düwel (Hafen City Universität Hamburg) |
| Förderer | Baukultur Niedersachsen, Land Niedersachsen, Hafen City Universität Hamburg, Stiftung Braunschweiger Kulturbesitz, Architektenkammer Niedersachsen |
Das Forschungsprojekt "Nachkriegsmoderne: Zur Kultur des Wiederaufbaus nach 1945"
Der Veranstalter Prof. Dr. Michael Mönninger lud 14 Theoretiker und Forscher aus dem In- und Ausland zum internationelen Kongress an der HBK Braunschweig ein. Im Rahmen des Symposiums "Zwischen Traum und Trauma - die Stadt nach 1945" wurden Vorträge gehalten. Darüber hinaus gab es Podiumsgespräche und Diskussionsrunden sowie die Möglichkeit am Stadtrundgang "Braunschweiger Lektionen" teilzunehmen. Parallel zum Symposium wurde in der Galerie der HBK die Wanderausstellung der Architektenkammer "Wiedersehen. Architektur in Niedersachsen zwischen Nierentisch und Postmoderne" zur Architektur der 60er und 70er-Jahre in Niedersachsen gezeigt.
Die Idee zum Projekt entstammt aus der langen Forschungsarbeit von Prof. Dr. Mönninger mit dem Thema der Stadtentwicklung und -kultur nach 1945. Im Vorfeld des Kongresses arbeiteten die HBK und die Hafen City Universität Hamburg bereits im neugegründeten Forschungsverbund „Nachkriegsmoderne“ zusammen und veranstalteten zu diesem Thema auch studentische Gemeinschaftsseminare.

Das Symposium "Zwischen Traum und Trauma - die Stadt nach 1945"
Der Wieder- und Neuaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg stellt die größte geschlossene Bauepoche Deutschlands dar. Zwei Drittel aller Gebäude in der Bundesrepublik stammen aus der Zeit nach 1945. Die Historisierung der Kultur und Architektur der Nachkriegszeit ist bereits vorangekommen. Hingegen ist die Debatte über die Aktualisierung der Leitbilder der Bau- und Stadtkonzepte aus den ersten Jahrzehnten der Bundesrepublik relativ neu. Sie wird jedoch zunehmend kontrovers diskutiert. Das Symposium will in diesem Zusammenhang nicht nur eine vergleichende Analyse von ausgewählten städtischen Planungsstrategien und Baubeispielen in ihrem damaligen kulturellen und politischen Kontext vornehmen, sondern auch die anschließende Rezeptionsgeschichte dieser Bauepoche untersuchen. Dabei spielt die Frage nach den Qualitäten der Nachkriegsplanungen und damit ihrer baukulturellen Affinität eine besondere Rolle. Das Symposium verfolgt das Ziel, die gestalterische und geschichtliche Bedeutung der Bauten und Ensembles dieser Zeit einschließlich ihres Umfeldes in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft herauszuarbeiten. Da in der heutigen Stadtforschung und Denkmalpflege die Kriterien für die Schutzwürdigkeit oder den Erneuerungsbedarf vieler Werke, Bauten und Stadtanlagen sehr umstritten sind, soll der geschichtsbewusste Umgang mit ihr angemahnt und das Bewusstsein für ihre Werte geschärft werden.
In Niedersachsen sollen vor allem Hannover, Hildesheim und Braunschweig thematisiert werden, dazu kommen bundesweit Dresden, Frankfurt/M., Hamburg, Kassel, Magdeburg, Münster und Rostock, und international reichen die Beispiele von Rotterdam bis Warschau und Kiew.
Weiteres
Im Rahmen des Kongresses haben Michael Mönninger und Jörn Düwel das Buch „Zwischen Traum und Trauma. Stadtplanungskonzepte der Nachkriegsmoderne“ herausgegeben.
- Programm zum Symposium / PDF / 831 kB
Zuletzt bearbeitet von Sarah Krecker am 17.11.2010
