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ZERO G

Der Artronaut Charles Wilp

Charles Wilp 2


Projektname Zero G - Der Artronaut Charles Wilp
Projektart Vortragsbegleitende Ausstellung
Projektleitung Dr. Marie-Luise Heuser (Seminar für Philosophie, TU Braunschweig), Ingrid Schmidt-Winkeler (Nachlassverwalterin Charles Wilp, Düsseldorf) und Prof. Dr. Annette Tietenberg (Institut für Kunstwissenschaft, HBK Braunschweig
Kooperationspartner Projekt "Kultur und Raumfahrt": Seminar für Philosophie, Institut für Geophysik und extraterrestrische Physik, Englisches Seminar und Historisches Seminar der TU Braunschweig, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Landesmuseum Braunschweig, Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH
Förderer Siftung Nord/LB Öffentliche

Das Forschungsprojekt ZERO G

Die Ausstellung "ZERO G - Der Artronaut Charles Wilp" entstand im Zusammenhang mit dem seit 2005 existierenden Kooperationsprojekt "Kultur und Raumfahrt", das sich interdisziplinär in Form von Vorträgen mit dem Thema Raumfahrt auseinandersetzt. Zu den Vorträgen, die vom 19. bis 21. November 2008 in der Aula der HBK stattfanden, waren 18 hochkarätige Künstler und Wissenschaftler eingeladen, darunter Prof. Dr. Christoph Asendorf (Frankfurt/Oder), Prof. Dr. Joachim Block (Braunschweig) und Prof. Dr. Tristan Weddigen (Lausanne), die die bildlichen Repräsentationsmuster der Raumfahrt reflektierten und kommentierten.

Die Ausstellung

Die Ausstellung „ZERO G - Der Artronaut Charles Wilp“ fand vom 29. Oktober bis 30. November 2008 in den Galerieräumen der HBK statt. Sie machte anhand von Kunstwerken, Plakaten und Fotografien aus vier Jahrzehnten sichtbar, welches immense kreative Potenzial die Erforschung des Weltraums der Kunst und dem Design eröffnet hat.

Charles Wilp (1932-2005) war ein Universalist: Künstler, Designer und Werbegrafiker. Die Ausstellung zeigte auf, welche Ideen der Artronaut entwickelt hatte, um Kunst, Wissenschaft und Werbung miteinander zu verzahnen. Nicht von ungefähr waren es seine Kunstwerke, die erstmals auf eine Weltraummission mitgenommen wurden, und noch heute hat sein Schaffen Einfluss auf die Forschungsprojekte der ESA: So geht das Logo der Rosetta-Mission auf seinen Entwurf zurück.

Die Ausstellung zeigte neben Skulpturen, die aus Materialien wie Stycast und Capton bestehen, wie sie in der Weltraumforschung Verwendung finden, auch Objekte, die seit 1985 bei bemannten Raumflügen der NASA und ESA mit an Bord waren. Darüber hinaus bot die Ausstellung einen Einblick in Charles Wilps’ außergewöhnlich breites Schaffen. Anhand von Werbekampagnen wie „Er läuft und läuft und läuft“ für den VW Käfer, aber auch von Publikationen wie „Dazzledorf“, die nachhaltig die Bildsprache geprägt haben, wurde Charles Wilp als erfolgreicher Werbekünstler vorgestellt. Furore machte vor allem der Werbespot „Sexy-mini-super-flower-pop-op-cola. Alles ist in Afri-Cola“. Was nur wenige wissen: Bildquelle des Afri-Cola-Werbeplakats ist das NASA-Gelände in Huntsville.

Das Weltraum-Thema verließ Charles Wilp Zeit seines Lebens nicht. Mehr und mehr kam er zu der Auffassung, dass der Weltraum und die Erfahrung der Schwerelosigkeit, von Charles Wilp „Zero G“ genannt, unsere Zukunft sein wird und dass Space Art die einzig angemessene künstlerische Antwort auf diese gesellschaftspolitisch relevante Entwicklung sei. Sein Resümee: „Die Schwerelosigkeit ist die größte aller Künste.“

Zuletzt bearbeitet von Sarah Krecker am 05.05.2010