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Der Beauftragte für Polen

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Die Hochschule für Bildende Künste Braunschweig hat schon sehr früh die Bedeutung der Kontakte zu Kunsthochschulen im Osten Europas erkannt und Grzegorz G. Zgraja als Senats-beauftragten mit der Aufgabe der Koordinierung betraut. Dank seiner zahlreichen Initiativen hat sich seit 1995 zwischen der Kunstakademie Wroclaw und der HBK Braunschweig eine äusserst erfolgreiche Hochschulpartnerschaft entwickelt.

Hbkbeauftr Polen


Auf der Grundlage des bestehenden Kooperationsvertrag zur Förderung von Forschung und Lehre richten die Studiengänge Freie Kunst, Kommunikationsdesign und Industrial Design der HBK Braunschweig regelmässig Veranstaltungen aus. Kontinuierlich ist durch diese Aktivitäten ein recht breites und auch tragfähiges Fundament entstanden. Die Exkursionen, Workshops, Projekten, Ausstellungen und Studienaufenthalte waren und sind nicht nur Anlässe zum Austausch von Ideen und Vorstellungen in Kunst, Design und Wissenschaft, sie ermöglichen auch vertiefende Einblicke in künstlerische und gestalterische Arbeitsprozesse der unterschiedlichen Disziplinen, Klassen sowie auch einzelner Akteure. Hierbei erweisen sich die gewachsenen freundschaftlichen Kontakte zwischen Studierenden und Lehrenden beider Hochschulen immer wieder als initiative Basis für weitere Kooperationen.

Die wechselseitigen Veranstaltungen sind inhaltlich recht unterschiedlich ausgerichtet und bieten mediale Freiräume zur Erforschung der Besonderheit künstlerischer und gestalterischer Arbeit im jeweiligen Partnerland. Dabei konzentriert sich die thematischen Ebenen der Projekte nicht ausschliesslich auf fachliche oder berufsorientierte Aspekte, verstärkt finden auch die individuellen Lebensbereiche der Studierenden Berücksichtigung. Im direkten Austausch lernen die jungen Künstler- und GestalterInnen die unterschiedlichsten Vorstellungen und Ansichten kennen. Zusätzlich erwerben sie in der Zusammenarbeit soziale Kompetenzen sowie die Fähigkeit zur inter-kulturellen Kommunikation.

Für junge Kreative sind Auslandserfahrungen besonders wichtig und schon im Studium nahezu unerlässlich. Die Einblicke vor Ort wecken die Neugier auf Unbekanntes, Fremdes und fördern die Bereitschaft Gewohntes zu hinterfragen. Sie sensibilisieren für die Eigenheiten der anderen Kultur und deren Erscheinungsformen in Aesthetik und Funktion.
Im Bereich der angewandten Künste ist dies elementar, denn DesignInnen gestalten für Menschen und müssen deren kulturellen Umfelder berücksichtigen. Die Erfahrungen mit fremder Sprache und Mentalität schärfen die Wahrnehmung und können neue Impulse für die weitere berufliche Orientierung geben. Das Erkunden von Gemeinsamkeiten und Unterschiede gerade auch in den individuell-biografischen Lebensumfelder der Studierenden selbst bereichert nach-haltig deren künstlerische und gestalterische Entwicklungsprozesse.

Da die Veranstaltungen in den »normalen« Studienablauf beider Hochschulen eingebunden sind, ergeben sich hier für die Studierenden konkrete Möglichkeiten auch die Studienstrukturen, Lehrangebote und Ausbildungssituationen der jeweiligs gastgebenden Hochschule näher kennen zu lernen.


Prof. Klaus Paul
Vorsitzender der Fachkommission Gestaltung /
Studiengänge Kommunikationsdesign und Industrial-Design

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