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Filters and Frames. Developing meaning in photography and beyond.

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Ein erfolgreicher Schlussakkord:

Ein Projekt des DFG geförderten Graduiertenkollegs »Das fotografische Dispositiv« an der HBK Braunschweig, kuratiert von Katja Böhlau und Elisabeth Pichler.

Ausstellung
Galerie der HBK Braunschweig
10.04. – 09.05.2019
Eröffnung: 09.04., 19 Uhr

Symposium
Aula der HBK Braunschweig
08.05.2019 von 16 – 18:30 Uhr
09.05.2019 von 10 – 17 Uhr

Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Graduiertenkolleg »Das fotografische Dispositiv« verabschiedet sich an der HBK erfolgreich mit einem großen Abschlussprojekt samt internationaler Beteiligung. Am 9. April um 19 Uhr eröffnet die stellvertretende Präsidentin, Prof. Dr. Dorothea Hilliger, die Ausstellung „Filters and Frames. Developing meaning in photography and beyond“ in der Hochschulgalerie. Begleitet wird die Ausstellung durch ein Symposium und eine umfangreiche Publikation.

Das Projekt „Filters and Frames“ visiert die Prozesse an den Rändern der Fotografie, deren apparative Bedingungen und zugrunde liegenden Diskurse. Die beiden Doktorandinnen und Kuratorinnen Katja Böhlau und Elisabeth Pichler haben hierzu vier internationale Künstlerinnen und Künstler eingeladen, um im Rahmen einer Gruppenausstellung sowie eines Symposiums aktuelle Forschungsfragen bezüglich Bildfindung und -wahrnehmung in der Fotografie zu thematisieren. Gezeigt werden zeitgenössische Arbeiten von Fatoumata Diabaté (ML), Andreas Langfeld (DE), Katrin Kamrau (DE/BE) und Tomoko Sawada (JP).

Filter, Picture Frames und andere Fotoeffekte sind bei Instagram, Snapchat & Co. beliebte Anwendungen. Was hier scheinbar offensichtlich wird, liegt jedoch häufig im Verborgenen: Das Aufnehmen von Fotografien und der Umgang mit ihnen sind untrennbar verknüpft mit Prozessen des Auswählens, Präsentierens und Kontextualisierens, die die Sichtbarkeit und Interpretation von Fotografien wesentlich beeinflussen. „Unsere Wahrnehmung und Interpretation der Welt in Bildern ist von einem ambivalenten Verhältnis gekennzeichnet. Bilder konstruieren ihre ‚eigene‘ Wirklichkeit – sie sind niemals Abbilder von Realität“, so die beiden Kuratorinnen Katja Böhlau und Elisabeth Pichler. „Filter und Rahmen fungieren hierbei als konkrete Phänomene, aber auch als Prozesse mit kulturtheoretischen und politischen Implikationen.“

Die Arbeiten der vier eingeladenen Künstlerinnen und Künstler greifen private wie öffentliche Gebrauchsweisen und (Re-)Präsentationsformen (in) der Fotografie auf. Sie untersuchen Konventionen in Fotohandbüchern sowie Filterprozesse in internationalen Bildagenturen oder durchleuchten im spielerischen Selbstversuch Rollenbilder und Normierungen. Die Präsentation der Arbeiten reicht über den Galerieraum hinaus bis ins Foyer und thematisiert somit den Ausstellungsraum selbst als Referenzsystem und ‚Framing‘.

Das Symposium bildet den Abschluss der Ausstellung. Gespräche und Vorträge von und mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Künstlerinnen und Künstlern verschränken Theorie und Praxis miteinander und ermöglichen eine inhaltliche Vertiefung sowie Raum für Dialog und Diskussion. Mehr Informationen zum Symposium

Nach sechs Jahren erfolgreicher Forschungsförderung endet das DFG unterstützte Graduiertenkolleg an der HBK Braunschweig. Das auf jeweils drei Jahre angelegte PhD-Programm unterstützte seit 2013 unter der Leitung von den Professorinnen Dr. Katharina Sykora und Dr. Victoria von Flemming insgesamt vierzig Doktorandinnen und Doktoranden im Erstellen ihrer Dissertation. Es bot den Stipendiatinnen und Stipendiaten die Möglichkeit für Forschungs- und Recherchereisen, den Austausch mit renommierten Experten und Expertinnen verschiedenster Forschungsfelder sowie das Ausrichten eigener Fachtagungen, gefolgt von entsprechenden Tagungsbänden.

 

Pressebilder zur freien Verwendung bei Nennung der vollständigen Bildangaben

Katrin Kamrau, Normal – Robert Olson

vergrößern K.Kamrau, Normal – Robert Olson. Dortmund: Verlag Kettler, 2016. Künstlerpublikation, Box mit 30 Karten, 7 Texten, 1 Index, Offsetdruck mit Lack. artist publication, box with 30 cards, 7 texts, 1 index, offset printed with UV varnish. Foto/Photo: © 2016 Katrin Kamrau / www.katrinkamrau.de


Katrin Kamrau, Normal – Robert Olson

vergrößern K.Kamrau, Normal – Robert Olson. Lübben: Katrin Kamrau, 2017. Künstlerpublikation, Farbfächer, 12 Seiten, Vierfarbensiebdruck auf Archivkarton. artist publication, swirl, 12 pages, full-color silkscreen print on carton and foil. Foto/Photo: © 2017 Katrin Kamrau / www.katrinkamrau.de


Tomoko Sawada, OMIAI♡, 2001

vergrößern Tomoko Sawada, OMIAI♡, 2001


Fatoumata Diabaté, aus der Serie: The Street Studio, 2013 – ongoing

vergrößern Fatoumata Diabaté, aus der Serie: The Street Studio, 2013 – ongoing


Fatoumata Diabaté, aus der Serie: The Street Studio, 2013 - ongoing

vergrößern Fatoumata Diabaté, aus der Serie: The Street Studio, 2013 - ongoing


Andreas Langfeld, Newsroom-Editeure, Installationansicht, Biennale für aktuelle Fotografie, Mannheim, Zephyr, 2017

vergrößern Andreas Langfeld, Newsroom-Editeure, Installationansicht, Biennale für aktuelle Fotografie, Mannheim, Zephyr, 2017


Andreas Langfeld, Newsroom-Editeure, Installationansicht, Biennale für aktuelle Fotografie, Mannheim, Zephyr, 2017

vergrößern Andreas Langfeld, Newsroom-Editeure, Installationansicht, Biennale für aktuelle Fotografie, Mannheim, Zephyr, 2017


 

Zu den Künstler*innen:

Katrin Kamrau (*1981 in Lübben) untersucht in ihren installativen und interaktiven Arbeiten das Medium Fotografie im gesellschaftlichen Kontext. Sie fragt nach den Konstruktionen und Konventionen, denen die fotografische Praxis unterliegt und nimmt soziale Interaktionen, Machtstrukturen und Rollenzuschreibungen in den Blick. Katrin Kamrau studierte an der Fachhochschule Bielefeld und der Koninklijke Academie voor Schone Kunsten in Antwerpen. Ihre Abschlussarbeit SPEKTRUM* wurde 2010 mit dem Preis „gute aussichten - junge deutsche fotografie“ ausgezeichnet. 2012–2013 absolvierte sie das Postgraduierten-Programm am Higher Institute for Fine Arts (HISK) in Ghent, Belgien. 2016 arbeitete sie als Artistic Researcher an der Van Eyck Academy in Maastricht, Niederlande. 2014 wurde ihr der GWK Förderpreis Kunst und 2017 der Kunstförderpreis des Bundeslandes Brandenburg verliehen. Ihr Künstlerbuch DAS OBJEKT hat 2015 den Fernand Baudin Preis erhalten. www.katrinkamrau.de

Mit Normen und Normierungen befasst sich auch Tomoko Sawada (*1977 in Kobe, Japan), die unterschiedliche Darstellungskonventionen junger Frauen in Japan erforscht. Dazu tritt sie selber vor die Kamera: Durch ihr Spiel mit Maskerade, Frisur, Kostüm und Requisite lotet sie die Beziehung ihres eigenen Erscheinungsbildes und der Realität aus und befragt damit Stereotype und Rollenbilder. Tomoko Sawada studierte an der Seian Universität für Kunst und Design in Ohtsu, Japan. 2004 erhielt sie den Kimura Ihei Memorial Photography Award und den Infinity Award for Young Photographers des International Center of Photography in New York. Werke von Sawada sind u.a. Bestandteil der Sammlungen des International Center of Photography, des Brooklyn Museum und des San Francisco Museum of Modern Art. www.tomokosawada.com

Fatoumata Diabaté (*1980 in Bamako, Mali) reaktiviert in ihren Werken die Tradition malischer Fotostudios der 1950er und 1960er Jahre. In den Außenraum verlegt, ist ihr Studio eine bühnenähnliche Open-Air-Anlage, bei der der gesamte Prozess des Fotografierens zur Performance vor textiler Kulisse wird. Fatoumata Diabaté erhielt ihre fotografische Ausbildung durch das „promo femme“-Programm sowie im Centre for Photographic Education in Bamako. Sie studierte an der Centre d’Enseignement Professionnel in Vevey, Schweiz sowie an der École Nationale Supérieure d’Art et de Design in Nancy. Fatoumata Diabaté wurde 2005 bei den Rencontres de Bamako mit dem Preis „Afrique en Créations“ gewürdigt. Seither wurden ihre Arbeiten international gezeigt, u.a. beim Addis Foto Fest, Äthiopien; der Biennale Internationale de l’Art Contemporain de Casablanca (Marokko) und Les Rencontres d’Arles (Frankreich). www.fatoumatadiabate.com

Andreas Langfeld (*1984 in Düsseldorf) widmet sich gänzlich dem, was aus dem Rahmen oder Raster fällt, und macht die Auswahl- bzw. Filterprozesse in internationalen Bildagenturen und Bildredaktionen zum Thema seiner Arbeit. Dazu fotografierte und filmte er u.a. am AFP-Fotodesk in Paris, aber auch in den Redaktionen von dpa, taz, Libération und dem französischen Magazin L‘OBS. Andreas Langfeld studierte Fotografie und Kommunikationsdesign an der Folkwang Universität in Essen. Seine sozialkritischen dokumentarischen Fotoarbeiten wurden u.a. beim f/Stop Festival in Leipzig, im Zeche Zollverein in Essen und im Fotomuseum Winterthur in der Schweiz präsentiert. Seine Arbeit „Newsroom-Editeure“ war im Rahmen der Biennale für aktuelle Fotografie 2017 in Mannheim und Ludwigshafen zu sehen. www.andreaslangfeld.com

Zuletzt bearbeitet von Kommunikation und Medien, Desiree Schober am 09.05.2019