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Based On Paper

Abschlussausstellung des internationalen und interdisziplinären Projektes zum Thema Zeichnung

Vom 18. Mai bis 1. Juni 2011 ist die Abschlussausstellung des fachübergreifenden, interdisziplinären Projektes „Based on paper“ im Braunschweiger raumLABOR zu sehen, kuratiert von den HBK-Studentinnen Yvonne Reiners, Anikó Merten und Julia Loeser. Ausgestellt werden Zeichnungen von Studierenden der HBK sowie von sechs weiteren nationalen und internationalen Kunsthochschulen. Ziel des Langzeitprojektes war es, über das Medium der Zeichnung, einen alten, aber nicht überholten Diskurs wieder aufzunehmen, eine Plattform für den künstlerischen Austausch zu geben und neue Fragen aufzuwerfen. Dabei konzentrierten sich die Studierenden sich auf den weiten Raum der Möglichkeiten, den die auf eine Fläche gezeichnete Linie eröffnet, zwischen Persönlichem und Öffentlichem, Reflexion und Gefühl, kleinem und großem Format, fragilem Strich und kompakter Struktur, Licht und Dunkel.

In der Abschlussausstellung werden 11 künstlerische Positionen von folgendenden Studierenden gezeigt:

Birte Bosse (HBK Braunschweig)
Fränze Hoppe (HBK Braunschweig)
Esther Ernst (UdK Berlin)
Katharina Klemm (Hochschule für Medien, Köln)
Robert Ernst (HBK Braunschweig)
Fabian Lehnert (HBK Braunschweig)
Moritz Dometshauser (AdK München)
Aristides Santana (HBK Braunschweig/ Licenciatura en Bellas Artes, Universidad de La Laguna, Tenerife)
Olof Nimar (Malmö högskola)
Isabel Nuno de Buen (HBK Braunschweig / Academia de Artes Mexico City)
und Logi Bjarnason (Städelschule Frankfurt)

Zur Eröffnung am 17. Mai 2011 um 19 Uhr spricht HBK-Präsident Prof. Dr. Hubertus von Amelunxen. Eine Einführung gibt der Leiter des Projektes Prof. Dr. Christoph Metzger, Professor der Kunstwissenschaft an der HBK
Braunschweig mit Schwerpunkt Klangkunst. Um 21 Uhr folgt ein musikalischer Auftritt von Pjtr Kaufmann // Cyan Kid.

Das Projekt wird finanziell unterstützt durch die Öffentliche Versicherung Braunschweig, durch das Kulturinstitut der Stadt Braunschweig, durch die Kanarische Botschaft und durch das Studentische Projektbüro KAWA.

http://basedonpaper.blogspot.com/
 

Ort: raumLABOR, Hamburger Str. 267, 38114 Braunschweig
Zeit: Mittwoch, 18.05.2011 bis Mittwoch, 01.06.2011
Eröffnung: Dienstag, 17.05., 19 Uhr
Öffnungszeiten: Mo – Fr 14 –18 Uhr, Do 14 – 20 Uhr

Hintergrund des Projektes:

Junge KunststudentInnen und KunstwissenschaftlerInnen der HBK Braunschweig begannen im Mai 2010 an einem Projekt zu arbeiten, das Grenzen überschreiten sollte: Sie stellten sich die Frage: Wie wird heute mit dem Medium Zeichnung gearbeitet? Was bringt junge KünstlerInnen hier und in ganz Europa dazu, sich mit diesem alten Medium auseinanderzusetzen? Die Anfänge der Zeichnung fallen mit dem Beginn der menschlichen Kulturgeschichte zusammen. Lange Zeit wurde das Medium der Zeichnung als Vorarbeit zur Malerei degradiert. Im 17. Jahrhundert spaltete der akademische Diskurs zwischen dem „Primat der Farbe“ und dem „Primat der Linie“ in ganz Europa die Gemüter der Kunstschaffenden und Kunstinteressierten. Doch spätestens seit der Moderne gilt die Zeichnung als eigenständige Gattung. Gleichzeitig lösen sich die medialen Grenzen innerhalb der zeitgenössischen Kunst immer mehr auf. Das Ineinanderfließen und die Vermischung mit anderen Medien, die gleichzeitige zunehmende Bedeutung der Zeichnung als eigenständige Arbeit – das beobachteten Anikó Merten, Julia Loeser und Yvonne Reiners, die dem Projekt den Anstoß gaben, auch an der HBK Braunschweig. So startete Based on Paper 2010 als ein künstlerisches Forschungsprojekt: Was interessiert Zeichner und Zeichnerinnen heute in ganz Europa?

Aus ca. 50 Bewerbungen von 14 Kunsthochschulen in Deutschland und Europa wählte eine Jury, bestehend aus Prof. Bogomir Ecker, Prof. Dr. Christoph Metzger, Prof. Dr. Andreas Bee und Hilke Wagner, elf Positionen aus, deren Arbeiten repräsentativ für das junge Zeichnen stehen. Sechs der ausgewählten Künstler studieren an der HBK Braunschweig. Die Braunschweiger sollten nun in einen Dialog mit den Studierenden anderer Hochschulen treten. So organisierte das Kuratorenteam Ausstellungsorte an den Ausbildungsstätten der anderen Bewerber. Beispielsweise zeigte Fränze Hoppe (HBK Braunschweig) ihre Arbeiten in Köln. Viele Kölner und Düsseldorfer Kunsthochschüler besuchten ihre Ausstellung, die auch in der Kölner Presse wahrgenommen wurde und der Künstlerin ein vermehrtes Interesse der dortigen Galerienszene einbrachte. In Berlin stellten Esther Ernst (UdK Berlin) und Birte Bosse (HBK Braunschweig) gemeinsam parallel zur Messe Art Forum aus. Für die jungen Künstlerinnen war dies eine großartige Möglichkeit, ihre Arbeiten einem breiten Publikum zu präsentieren.

Pressebild zur Verwendung mit vollständigen Bildangaben

 

vergrößern Esther Ernst (UdK Berlin): Halali, Installationsansicht (Detail). © Esther Ernst


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