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Pressemitteilung: Keine Probleme mit der Verwendung von Studienbeiträgen


09.06.2009

Hochschule für Bildende Künste Braunschweig wehrt sich gegen tendenziöse Berichterstattung der Braunschweiger Zeitung

Ein Beitrag in der heutigen Ausgabe der Braunschweiger Zeitung (9.6.09) mit dem Titel „Gebühren – auch für Unis ein Problem“ vermittelt den Eindruck, die Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK) sei nicht in der Lage, verantwortungsvoll mit den Studienbeiträgen umzugehen. „Wir weisen diese Unterstellung entschieden zurück“, erklärt der Hauptberufliche Vizepräsident Gerhard Baller, zuständig für die Finanzen der Hochschule. Gerhard Baller weiter: „Gerade das in der Zeitung ausgebreitete Beispiel der Finanzierung von Studienreisen zeigt, in welcher Weise mit Hilfe der Studienbeiträge Verbesserungen der Studiensituation erreicht werden können! Exkursionen in die Metropolen zeitgenössischer Kunstentwicklung gehören zum Kernbestand des Curriculums. Wenn es möglich ist, wie im berichteten Fall geschehen, durch frühzeitige Planungen und Buchung der Flüge und Schlafsaalbetten in einem New Yorker Hostel eine Reise im Verband einer künstlerischen Fachklasse mit zehn Übernachtungen zum Preis von 659,59 EUR pro Student zu organisieren, so sind entfernte Reiseziele wie New York eine wichtige Bereicherung des Ausbildungsangebots einer Hochschule.“


Exkursionen dienen der internationalen Vernetzung

Gerhard Baller betont, nur durch Exkursionszuschüsse könne der Exkursions-Teil des Studiums zu erträglichen Kosten für die Studierenden organisiert werden. Aus der Grundfinanzierung der Hochschule erhielten die Studenten bei Auslandsfahrten bis zu 150 EUR (maximal sechs Tage à 25 EUR). Dank der vorhandenen Studienbeiträge konnte die Hochschule weitere 300 EUR pro Student an zusätzlichen Zuschüssen gewähren. Es verblieben noch 100 EUR, die jeder Student an die Hochschule zahlen musste, sowie ein weiterer Eigenanteil für Eintrittskosten sowie Nahverkehr in New York von 150 EUR plus 250 EUR für zehn Tage Verpflegung. Ein weiterer Zuschuss aus Erträgen von Drittmittelprojekten der Fachklasse in Höhe von 109,59 EUR pro Studierendem ergänzte die Finanzierung. Dieses Beispiel zeigt deutlich, dass nur durch den Einsatz von Studienbeiträgen wichtige Exkursionsziele für das Studium der Freien Kunst erreicht werden können. „Internationalisierung wird an der HBK groß geschrieben,“ sagt HBK-Präsidentin Barbara Straka, „es muss unseren Studierenden möglich sein, zu Hochschulen im Ausland zu reisen, mit denen wir Kooperationsverträge haben – schließlich stehen auch Kunsthochschulen in einem internationalen Austausch.“

Ein anderer im Artikel genannter scheinbarer Problemfall bezieht sich auf die Festlegung von Teilbudgets für einen bestimmten Planungszeitraum; hier vom 1. Oktober 2008 bis zum 30. September 2009 in Höhe von 184.460 EUR für zusätzliches Personal. Dieser Planungssumme wurde der tatsächliche Mittelabfluss nach dem Stand von April 2009 in Höhe von 100.097 EUR gegenübergestellt. Da die Personalkosten monatlich abgebucht werden, können die Beträge nicht übereinstimmen. Am Ende des Bewilligungszeitraums jedoch wird das Budget vollständig in Anspruch genommen sein. Dies gilt auch für das zweite Beispiel, dem Budget für Materialien und Werkstattausstattungen.


Transparenz in der Verwendung von Studienbeiträgen

Die HBK hat ein überaus transparentes Verfahren zur Budgetplanung, zur Festlegung von einzelnen Projektbudgets und zum Mittelabfluss im Rahmen einer Ordnung geregelt und berichtet mit einem umfangreichen Zahlenwerk monatlich auf ihrer Homepage. Gerade mit der Information über den schrittweisen Mittelabfluss wird für alle Beteiligten sichergestellt, dass zeitnah und zweckentsprechend die Beiträge verwendet werden. Die Studierenden sind in die Planung der Mittelverwendung maßgeblich mit einbezogen. Es wird das Ziel verfolgt, die Mittel entsprechend ihrer Zweckbestimmung so zeitnah wie nur möglich den Studienbeitragszahlern in Form der Verbesserung ihrer Studiensituation zurückzugeben. Selbstverständlich werden auch Maßnahmen zur Verlängerung der Öffnungszeiten der Bibliothek oder zur Förderung von Studienabschlüssen durchgeführt.


Defizite in der Grundausstattung

Die Probleme, die die HBK Braunschweig und in unterschiedlicher Ausprägung auch die anderen niedersächsischen Hochschulen haben, liegen nicht in der Verwendung von Studienbeiträgen zur Verbesserung der Situation in Lehre und Studium sondern in erheblichen Defiziten in der Grundausstattung. Auf der einen Seite steht durch die Studienbeiträge ein zusätzliches Budget zur Verbesserung der Studiensituation zur Verfügung. Andererseits ist die vom Land bereitzustellende Grundausstattung keineswegs auskömmlich. Die an der Verwendungsplanung dieser Studienbeiträge beteiligten Studierenden weisen zu Recht darauf hin, dass über die Studienbeiträge Defizite in der Grundausstattung, die das Land als Träger der Hochschulen zu vertreten hat, nicht ausgeglichen werden dürfen. Für die HBK bedeutet dies, dass dringend notwendige Bauvorhaben, zum Beispiel die Sanierung der Mensa im Umfang von 2,18 Mio. EUR oder Defizite in der Ausstattung mit wissenschaftlichen Mitarbeitern oder die Sanierung des Datennetzes, dessen aktive Komponenten mehr als zehn Jahre alt sind, zu Recht nicht aus Studienbeiträgen zu finanzieren sind.

Weitere Informationen und Bildmaterial erhalten Sie in der Pressestelle der HBK Braunschweig. Telefon 0531 391 9123
 

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