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Raimund Kummer: νόστος – ἄλγος

Vom 24. Oktober bis zum 20. Dezember 2012 stellt Raimund Kummer in der Galerie der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig erstmalig seine im Rahmen des Forschungsprojektes Fragment/Rekonstruktion entwickelte Installation νόστος – ἄλγος (nóstos álgos) vor.

In einem einzigartigen wie gleichsam neuartigen Experiment greift Raimund Kummer das von ihm schon in Werken der späten 1970er Jahren eingesetzte Medium der Diaprojektion wieder auf. Dabei werden sowohl die technischen Grenzen des Mediums als auch unsere Wahrnehmungsgewohnheiten und die Potenziale des Raumes extrem gefordert und ausgereizt. Kummers Arbeit changiert zwischen den Kategorien der Skulptur, des Bildes und der Rauminstallation. Sie fordert den Betrachter dazu auf, die Installation zu durchwandern, um sie mit allen Sinnen wahrzunehmen.

Eröffnung: Dienstag, 23.10.2012, 19 Uhr in der Aula der HBK Braunschweig
Begrüßung und Einführung: HBK-Präsident Prof. Dr. Hubertus v. Amelunxen, Dr. Marc Glöde
Öffnungszeiten: 24.10.– 30.11.: Mo–Fr: 15–18 Uhr
3.12.– 20.12.: nach Vereinbarung

Freigegebene Pressebilder zur Verwendung mit Namensnennung

 
Raimund Kummer: νόστος – ἄλγος, 2012

vergrößern Raimund Kummer: νόστος – ἄλγος, 2012 © HBK/Martin Salzer, Raimund Kummer


 

Weitere Informationen

 

Einundachtzig Diaprojektoren des Typs Kodak Carousel sind in Form eines durchlässigen Blocks in den Raum eingelassen. In einem allegatorischen Rhythmus werfen sie zumeist schwarz gefiltertes Licht an die Wände der Galerie, singulär erscheinende weiße Lichtflächen durchbrechen und erhellen zeitweise die Situation. Das Surren der Ventilatoren und das Klicken der Kodak Carousels, die übrigens jeweils über einundachtzig Bildkammern verfügen, bilden eine Klangkulisse, die parallel zum visuellen Eindruck eigenständig und lebendig wird. „Vielleicht hat der Raum für einige Menschen etwas Klaustrophobes, etwas Beengendes“, erklärt Raimund Kummer. „Für mich ist das nicht so, im Grunde sehe ich hier ein ganz großes Atmen.“

Raimund Kummer (geb. 1954) gehört zu den Künstlern, die seit den späten siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts die Produktions- und Präsentationsbedingungen von Kunst thematisieren. Seine in dieser Zeit begonnene Vermessung des öffentlichen Raums im Hinblick auf dessen skulpturale Qualitäten stellt einen frühen und radikalen Schritt zu einem neuen Verständnis bildhauerischer Arbeit dar. Mit seinem fotografischen und bildhauerischen Werk hat Raimund Kummer maßgeblich an der Erweiterung des Material- und Skulpturbegriffs gearbeitet, zudem dazu beigetragen, das Erzählerische in die Bildhauerei wieder einzuführen. Raimund Kummer ist seit 1995 Professor für Bildhauerei an der Hochschule für Bildend Künste Braunschweig.

Zur Eröffnung der Ausstellung am Dienstag, den 23. Oktober um 19 Uhr spricht HBK-Präsident Prof. Dr. Hubertus v. Amelunxen, anschließend führt der freie Kunstkritiker und Kurator Dr. Marc Glöde in die Ausstellung und in die Arbeit von Raimund Kummer ein. 

Kamerafahrt um die Installation

 

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Vorab-Material aus dem Katalog zur Ausstellung

 

Im Folgenden erhalten Sie vorab aus dem Katalog zur Ausstellung zwei Gespräche des freien Kunstkritikers und Kurators Dr. Marc Glöde mit Raimund Kummer zur Werkentwicklung sowie einen Text zur Installation. Alle Texte können Sie zu Zwecken der Berichterstattung verwenden.

Text zur Installation

Gespräch zwischen Raimund Kummer und Dr. Marc Glöde am 4. Juni 2012

Gespräch zwischen Raimund Kummer und Dr. Marc Glöde am 28. August 2012

Der Katalog erscheint rechtzeitig zur Eröffnung der Ausstellung:
56 Seiten, Hardcover, 24 cm x 32 cm, zweisprachig (deutsch/englisch), mit Gesprächen zur Werkentwicklung, 9 Bildtafeln in schwarz/weiß sowie einer DVD mit einer die Installation umkreisenden Kamerafahrt von Magdalena Tucka (14:38). Gestaltung des Katalogs: Franziska Nast.

Zuletzt bearbeitet von Referat für Presse und Kommunikation am 20.11.2012