Studieninfos
Profil
Der Master-Studiengang der Kunstwissenschaft an der HBK zeichnet sich durch seine Integration in das Gesamtgefüge einer Kunsthochschule aus: Ästhetische Phänomene und Modelle kunstwissenschaftlicher Theoriebildung werden kritisch reflektiert und in Relation zur gegenwärtigen künstlerischen und gestalterischen Praxis gesehen. Der Bezug zur Kunst der Gegenwart ist mithin zentral, erfolgt jedoch auf einer soliden kunsthistorischen Basis und in Kenntnis der historisch-systematischen Voraussetzungen des Faches. Die Kunstwissenschaft an der HBK versteht sich nicht nur als Brücke zwischen Theorie und Praxis, sondern auch zwischen unterschiedlichen zeitlichen Perspektiven. Das Zusammenspiel von Wissenschaft, Kunst und Design stellt – ebenso wie die tragende Rolle, die der Ästhetik zugewiesen ist – bundesweit eine Besonderheit dar und wirkt sich auf das Forschungsspektrum wie das Lehrangebot aus.
Entsprechend der Forschungsprofile und -schwerpunkte der Lehrenden wird Kunstwissenschaft an der HBK – analog zum Bachelor-Studiengang – im Master-Studiengang in all ihren Ausprägungen und Perspektiven praktiziert, reflektiert und kommentiert. Ein flexibler Studienverlauf erlaubt es Master-Studierenden, entsprechend ihrer Kenntnisse, Fähigkeiten, Interessen und angestrebten Berufsfelder, Spezialisierungen vorzunehmen, beispielsweise im Feld der Gender Studies, der Grenzbereiche des Fotografischen, der Geschichte und Theorie des Raumes oder der Wahrnehmungsästhetik, der Relationen von Kunst und Design oder der kuratorischen Praxis. Kritisch reflektiert werden Tradierungen, Motive, Medialitäten und Wahrnehmungs-dispositive der Kunst. Ein Schwerpunkt liegt im Bereich der Produktion und Rezeption von medialen Hybridisierungen.
Voraussetzungen
Das Studium des viersemestrigen Master-Studiengangs Kunstwissenschaft baut auf Kenntnissen und Qualifikationen des Bachelorstudiums auf, wobei Ihre fachlichen Kompetenzen vertieft und Sie zu selbstständigem wissenschaftlichen Arbeiten angeleitet werden. Sie erforschen, wie sich Traditionen ausbilden, Motive wandeln, Referenzen entschlüsseln lassen und Medialitäten auf Ihre Wahrnehmung auswirken. Ihre persönliche und fachliche Bildung steht im Vordergrund. In der Organisation Ihres Studiums können Sie eigene Schwerpunkte setzen. Die Ateliers und Werkstätten stehen Ihnen offen, so dass Sie im Laufe des Studiums Gelegenheit haben, die künstlerische und gestalterische Arbeit aus nächster Nähe zu verfolgen. Durch Projekte mit Praxisbezug werden Sie auf mögliche Berufsfelder in Galerien, Museen und Ausstellungshäusern vorbereitet und mit Anforderungen im Kultur- und Veranstaltungsmanagement, der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und im kuratorischen oder journalistischen Bereich konfrontiert. Im Anschluss an den Master haben Sie die Möglichkeit zu promovieren.
Struktur
Die Studienstruktur ist geprägt von drei Schwerpunkten. Im Modul „Sprechen und Schreiben“ lernen Sie die Sprache als ein Medium der Erkenntnis kennen. Um für die impliziten und expliziten Dimensionen des Wissens, die in der Sprache mitschwingen, zu sensibilisieren, werden verschiedene Modi des Sprechens und Schreibens vorgestellt und eingeübt. Im Modul „Wahrnehmen“ werden Sie an Rezeptionsgeschichte und -ästhetik herangeführt und mit der Geschichte von Blickkulturen sowie unterschiedlichen Visualisierungs-techniken vertraut gemacht. Das Modul „Zeigen“ führt Ihnen verschiedene Präsentationsformen des Wissens vor Augen: Sie untersuchen Ausstellungen, Bücher, Zeitschriften, Tagungen und Websites im Hinblick auf ihre Ästhetik, Herkunft, Wirkungsweise und Adressierung.
Datenblatt
| Zu verleihender Hochschulgrad | Master of Arts |
| Regelstudienzeit | 4 Semester |
| Leistungspunkte | 120 |
| Art des Lehrangebots | Vollzeit, forschungsorientiert, konsekutiv |
| Jährliche Aufnahmekapazität | 15 Studierende |
| Studienbeginn | Wintersemester |
| Ersteinrichtung des Studiengangs | Wintersemester 2010/2011 |
| Studienbeitrag | 500 Euro/Semester |
Zuletzt bearbeitet von Burkhard Krüger
