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Jahrgang 2012/13

Abschlusspräsentation, Arbeit von Darsha Hewitt, Beautitronics-Experiment No.1, © Foto: HBK, Frank Sperling

Die folgenden Stipendiatinnen und Stipendiaten erhielten von 2012-2013 ein Stipendium des Braunschweig Projects-Programms, der künstlerischen Nachwuchsförderung des Landes Niedersachsen und der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig.
 

Stipendiatinnen und Stipendiaten

Im Bereich Bildende Kunst:

Sunette Viljoen, geb. 1985 in Kapstadt, Südafrika.
In modellhaft geschaffenen Räumen verbindet Sunette Viljoen Auseinandersetzungen mit Raum, Material und Bild und schafft eine komprimierte Intensität, die ihre Arbeit heraushebt.

Ivan Grubanov, geb. 1976 in Crepaja, Serbien.
Der Künstler verfolgt einen zeichnerischen Ansatz, den er aus gesellschaftlichen Zusammenhängen entwickelt. In seiner Arbeit setzt er sich mit Propaganda des Ostblocks auseinander ohne in die Zitierung politischer Floskeln zu verfallen. Seine Narrationen brechen die offizielle Geschichtsschreibung und Monumentalität der Propaganda.

Laure Cottin Steffanelli, geb. 1985 in Jouy en Josas, Frankreich.
Alltägliche, vertraute Fotografien überführt Laure Cottin Steffanelli durch fast beiläufige Details und Blickwinkel in Bilder, die über die Abbildung hinausweisen und eigene, rätselhafte Erzählungen andeuten. In den atmosphärischen Filmen laufen Text und Bild gegeneinander und evozieren Gefühls- und Erinnerungsbilder.

Miks Mitrevics, geb. 1980 in Riga, Lettland.
Miks Mitrevics arbeitet überwiegend im Medium Installation. In seiner Arbeit setzt er sich teilweise mit dem Thema Natur auseinander, in dem er es als Projektionsfläche reflektiert, die zwischen fragilem Element und „idealer Welt“ angelegt ist.

Andrea Faciu, geb. 1977 in Bukarest, Rumänien, lebt und arbeitet in München.
In ihren Videoarbeiten und Installationen widmet sich Andrea Faciu der Sublimierung eingefahrener Prozesse und Handlungen. Dabei geht sie der Frage nach, welche Prozesse in Zeiten der Destabilität und Umformung auf uns einwirken. Ihr nächstes Projekt ist der Auseinandersetzung mit urbanen Strukturen gewidmet. Aktionen, Objekte und Subjektivitäten unterwandern dabei den urbanen Raum wie z.B. Passagen und Unterführungen. Neben der Frage nach der Freiheit und ihren Bedeutungen spielt hier auch der Dialog mit jüngeren Generationen eine zentrale Rolle.


Im Bereich Klangkunst:

Darsha Hewitt, geb. 1982 in Kanada, lebt und arbeitet in Berlin.
Die kanadische Klangkünstlerin überzeugte die Jury durch ihre hintergründige und spielerische Erfindungsgabe. Sie verwandelt bekannte und alltägliche elektronische Geräte zu Klangskulpturen und erschließt damit eine neue Sicht auf obsolet gewordene Gerätschaften der elektronischen Kommunikation. Ihre humorvollen Dramaturgien sind dabei überraschend eindringlich, indem sie Fragen zu unserem Verhältnis zur Technik und zur Schnelllebigkeit der Nutzung aufwirft.

Kabir Carter, lebt und arbeitet in New York, USA.
Der in NY lebenden Klangkünstler überzeugte durch seine breit gefächerten Verfahrensweisen im Bereich installativer und performativer Praxis. Sein besonderes Interesse gilt dabei sowohl den raumakustischen Experimenten mit Materialien und Oberflächen, wie auch einer temporären Bespielung urbaner Situationen.

Nuno da Luz, geb. 1984 in Lissabon, Portugal, lebt und arbeitet in Berlin.
Der portugiesische Klangkünstler entwickelt auf dem historischen Format des Fieldrecordings als Ausgangspunkt eine neue installative Praxis im Umgang mit energetischen Klangwelten. Die Gleichzeitigkeit von Klangentstehung und dessen Hörbarkeit an einem anderen Ort gehört dabei ebenso zum Verfahren des Künstlers wie eine umfangreiche bibliophil-dokumentarische Recherche.
 

Zur Abschlusspräsentation
 

Jurymitglieder

Mitglieder der Jury Bildende Kunst:

Prof. Raimund Kummer (Bildhauerei, HBK Braunschweig), Aurelia Mihai (Grundlehre Film/Video, HBK Braunschweig), Dr. Thomas Niemeier (Leiter Städtische Galerie Nordhorn), Prof. Dr. Susanne Pfleger (Leiterin Städtische Galerie Wolfsburg), Hilke Wagner (Direktorin Kunstverein Braunschweig), Dr. Justin Hoffmann (Direktor Kunstverein Wolfsburg), Veronika Olbrich (Referentin MWK Hannover).

Mitglieder der Jury Klangkunst:

Prof. Ulrich Eller (Klangkunst, HBK Braunschweig), Dr. Christoph Metzger (Theorie der Klangkunst, HBK Braunschweig), Carsten Seiffarth (Leiter singuhr Berlin), Julia Gerlach (Berliner Künstlerprogramm des DAAD, Musik), Stefan Fricke (Kurator), Prof. Peter Kiefer (Neue Musik/ Neue Medien, Johannes Gutenberg Universität Mainz), Dr. Astrid Bernicke (Musikreferentin MWK Hannover).
 

Zuletzt bearbeitet von Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation und Medien am 30.04.2021

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Braunschweig Projects-Koordinatorin
Ellen Fischer