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Jahrgang 2014/15

Abschlusspräsentation, Arbeit von Matthew Cowan, © Foto: HBK, Arne Koch

Die folgenden Stipendiatinnen und Stipendiaten erhielten von 2014-2015 ein Stipendium des Braunschweig Projects-Programms, der künstlerischen Nachwuchsförderung des Landes Niedersachsen und der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig.
 

Stipendiatinnen und Stipendiaten

Im Bereich Bildende Kunst:

Dafni Barbageorgopoulou,1977 in Südafrika geboren.
Die Künstlerin lebt in Berlin. Sie vereint in ihrer Arbeit eine Vielzahl von Kulturen und hat die Jury durch ihren komplexen, analytischen Ansatz überzeugt. In der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig wird sie voraussichtlich die Möglichkeit nutzen, interdisziplinär mit Sound, Performance, Skulptur und Installation zu arbeiten. Der Künstlerin wird es um die Frage gehen, inwiefern sich das Vorbewusste der Musik in Körpererfahrungen, Muster, Notationen und Collagen und letztendlich in Objekte und Raumstrukturen übersetzen lässt.

Matthew Cowan, geboren 1974 in Neuseeland, lebt in Auckland/ Neuseeland. Er ist ein bildender Künstler, der zunächst ein Psychologiestudium absolviert und 2005 einen Master in Fine Art an der University of Northumbria erhalten hat. Cowan setzt sich in vielen seiner Videoarbeiten humorvoll mit Traditionen und Ritualen volkstümlicher Feste auseinander. In Braunschweig wird sich Cowan mit dem Mythos „Schlaraffenland“ auseinandersetzen und den Zusammenhang zu heutigen Festtraditionen sowie den damit verbundenen Ritualen untersuchen. Der Künstler wird gemeinsam mit Stadthistorikern und Bürgern Braunschweigs recherchieren und ein neues Videoprojekt entwickeln.

Schirin Kretschmann, 1980 in Deutschland geboren, lebt in Berlin.
In ihrer vielseitigen künstlerischen Arbeit widmet sich die Künstlerin ästhetischen Forschungen und erkundet die Beziehungen zwischen malerischem Handeln und persönlichem Erfahrungsraum. So lassen sich ihre zeitbezogenen, prozesshaft-malerischen Eingriffe in Räume und Strukturen nicht nur als Grenzerweiterungen eines klassischen Malereibegriffes verstehen, sondern auch als gedankliche und zugleich anschauliche Schärfungen von individueller Wahrnehmung. Dabei verwendet Kretschmann häufig sehr einfache, aus alltäglichem Gebrauch geläufige Materialien wie Eis, Schuhcreme oder Lebensmittelfarbe, mit denen sie ihre künstlerischen Bildwelten in einem direkten und dennoch abstrakten Bezug zur Wirklichkeit hält.

Jana Müller, 1977 in Deutschland geboren und lebt in Berlin.
Sie setzt sich in ihren Werken mit dem Spannungsfeld zwischen Lust und Schaulust sowie mit dem Phänomen der Grenzüberschreitung auseinander. Dabei interessiert sie sich für den Bedeutungswandel und die Aufladung von alltäglichen Gegenständen und dokumentarisch wirkenden Fotografien durch Formen der Inszenierung. In ihrem Fokus liegen hierbei Dinge, die im Zusammenhang mit einer Straftat an Bedeutung gewinnen und deshalb zu Beweismaterial werden. Während ihres Stipendiums spürt Müller dem Geheimnisvollen dieser zunächst unscheinbaren Dinge nach.


Im Bereich Klangkunst:

Yutaka Makino, 1976 in Japan geboren und lebt in Berlin.
Er ist ein japanischer Klangkünstler, dessen künstlerisches Wirken die Beziehung von sensorischer, haptischer und räumlicher menschlicher Wahrnehmung in den Mittelpunkt seiner Arbeiten stellt. Dabei bezieht er sich zum Teil auf multisensorische Erkenntnisse aus der Wahrnehmungsforschung . Aus Versuchreihen entwickelt er Konzepte für seine außergewöhnlichen Angebote für neue Erfahrungen und individuelle Erlebnisformen.

Denise Ritter, geboren 1971 in Deutschland, lebt in Witten.
Sie ist eine deutsche Klangkünstlerin, die in der Tradition der „musique concrète“ und vor allem der Aufnahmepraxis des „Fieldrecordings“ ihr klangliches Material erzeugt. Die Ortsbezogenheit des Hörbaren hat in vielen ihrer Klanginstallationen eine herausragende Bedeutung, weil die Authentizität der Geräusche in besonderer Weise sinnstiftend wirkt. Ihr künstlerisches Projekt für Braunschweig überzeugte die Jury besonders: „Small World Wide“ sind zehn wandernde Audiorekorder, die über individuelle Weitergabeverläufe, ausgehend von 10 Personen, irgendwann 10 weltweite konkrete Zielorte erreichen sollen. Die Erarbeitung der tatsächlich erfolgten Routen mit ihren Übergaben und Aufnahmen wird jeweils zu einer klangkünstlerischen Arbeit entwickelt.

Stefan Roigk, geboren 1974 in Deutschland, lebt in Berlin.
Roigk ist ein Klangkünstler mit einer außergewöhnlich entwickelten visuellen Formensprache als transformatorisches Prinzip seiner Klang- und Geräuschwelten. Neben seinen Zeichnungen und Klangskulpturen sind es besonders die installativen, auf Räume bezogenen plastischen Arbeiten, die als intensive szenische Dramaturgien starke Wirkung erzeugen. Die dabei genutzten Hörangebote erscheinen real, sind aber dennoch abstrakt, weil sie ohne Entschlüsselung musikalisierbar sind.


Zur Abschlusspräsentation
 

Jurymitglieder

Mitglieder der Jury Bildende Kunst:

Prof. Raimund Kummer (Professur Bildhauerei, HBK Braunschweig),
Prof. Corinna Schnitt (Professur Film- und Videokunst, HBK Braunschweig), Dr. Thomas Niemeyer (Leitung Städtische Galerie Nordhorn), Dr. Julia Draganovic (Direktorin Kunsthalle Osnabrück), Hilke Wagner (Direktorin Kunstverein Braunschweig), Dr. Annett Reckert (Leitung Städtische Galerie Delmenhorst), Veronika Olbrich (Referentin Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Hannover).
 

Mitglieder der Jury Klangkunst:

 Prof. Ulrich Eller (Professur Klangkunst, HBK Braunschweig), Dr. phil. Dr. Ing. habil. Christoph Metzger (Professur Theorie der Klangkunst, HBK Braunschweig), Dr. Claudia Tittel (Kunst- und Kulturwissenschaftlerin, Kunstkritikerin, Publizistin), Julia Gerlach (Berliner Künstlerprogramm des DAAD, Musik), Stefan Fricke (Musikredakteur Neue Musik, Hessischer Rundfunk Frankfurt), Prof. Peter Kiefer (Professur Neue Musik/ Neue Medien, Johannes Gutenberg Universität Mainz),Dr. Astrid Bernicke (Musikreferentin Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Hannover).
 

Zuletzt bearbeitet von Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation und Medien am 30.04.2021

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Braunschweig Projects-Koordinatorin
Ellen Fischer