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Gedenkveranstaltung für Prof. Klaus Grözinger

Am Mittwoch, den 18. Januar 2012 findet in der Aula der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig eine Gedenkfeier für den verstorbenen ehemaligen HBK-Professor Klaus Grözinger statt. Ihm zu Ehren sprechen der Präsident der Hochschule Prof. Dr. Hubertus v. Amelunxen, Kay-Uwe Rohn (Dipl.-Des., Unternehmensberater, Student bei Prof. Grözinger von 1979 bis 1983), Prof. Dieter Welzel (Rektor und Präsident der HBK Braunschweig von 1989 bis 1996) und Prof. Dr. Bernd Meier (Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Braunschweig).

Die Veranstaltung wird begleitet von einer stillen Präsentation der Arbeiten von Prof. Klaus Grözinger und seinen Studierenden. Im Anschluss an die Veranstaltung lädt die HBK zu einem vin d’honneur.

Um Antwort bezüglich der Teilnahme wird gebeten bis zum 12. Januar 2012 an presse@hbk-bs.de.

Die Einladung zur Veranstaltung als PDF

Prof. Klaus Grözinger - Einblicke in sein Leben und Wirken

Prof. Klaus Grözinger gehört zu den Gründungsvätern der HBK Braunschweig; mit ihm als Verantwortlichen für den Gestaltungsbereich gelang durch seinen überragenden Einsatz die Umwandlung der damaligen Werkkunstschule Braunschweig in die Staatliche Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Seinen Leistungen als Lehrer und Organisator auch internationaler Ausstellungen bereits zu Beginn der 1960er Jahre war es zu verdanken, dass die neugegründete Staatliche Hochschule für Bildende Künste Braunschweig von Anfang an mit einer renommierten Gebrauchsgrafik-Abteilung starten konnte.

Klaus Grözinger wurde am 18. Februar 1923 in Friemersheim am Niederrhein geboren. Nach einer Schriftlithografenlehre und Kriegsdienst schloss er im Jahre 1950 ein Studium der Gebrauchsgrafik an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste Stuttgart bei Ernst Schneidler und Walter Brudi ab. Bis 1953 arbeitete er als Grafiker im Atelier Bentele, Stuttgart; danach auch als freier Mitarbeiter beim Atelier S+H Lämmle, Stuttgart. Im Februar 1955 gründete er sein eigenes graphisches Atelier in Stuttgart.

Im November 1955 begann Klaus Grözinger in der Nachfolge von Hermann Eidenbenz als Leiter der Abteilung für Gebrauchsgrafik eine zunächst nebenberufliche Lehrtätigkeit an der Werkkunstschule Braunschweig, die im April 1956 zu einer hauptberuflichen Anstellung als Studienrat führte. Mit Gründung der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste Braunschweig am 1. März 1963 wurden ihm Amt und Aufgaben eines Professors für Gebrauchsgrafik an dieser Hochschule übertragen, die er bis zu seinem Ruhestand 1988 wahrnahm.

Sein Arbeitsschwerpunkt über viele Jahre hinweg waren zudem Plakatgestaltungen für die Braunschweiger Museen. Als „Plakatforscher“ untersuchte er Methoden der Entwicklung und Wirkungsanalyse von Plakaten; die Ergebnisse dieser Forschungsarbeit veröffentlichte er in zahlreichen Beiträgen für Fachzeitschriften und in einer Monographie.

Weitere Entwicklungsschwerpunkte waren die Bereiche „Verkehrsleitsysteme“, „Visuelle Orientierungssysteme in komplexen Bauanlagen“ - gemeinsam mit der TU Braunschweig -, „Möglichkeiten und Grenzen des Computer Aided Design“ sowie die Bedeutung einer „Corporate Identity“ für den Erfolg wirtschaftlicher Unternehmen und öffentlicher Einrichtungen. Hier verstand es Klaus Grözinger, mit kräftigen Impulsen den Braunschweiger Wirtschaftsraum nachhaltig zu befruchten.

Prof. Grözinger begründete in den 80er Jahren die gemeinsam mit der Braunschweiger Wirtschaft getragene Veranstaltungsreihe „Internationale Designer kommen zu Wort“, Höhepunkt seiner zahlreichen Veranstaltungsorganisationen an der HBK Braunschweig war der kurz nach der Grenzöffnung im Jahre 1990 durchgeführte Ost-West-Kongress „Grafik-Design: Zukunft in Wirtschaft und Kultur“ der unter der Schirmherrschaft des Bundeswirtschaftsministers erstmalig Designer aus den alten und neuen Bundesländern zusammenführte und den Aufbau der Design-Ausbildung insbesondere in Sachsen-Anhalt und Sachsen nachhaltig prägte.

Ab Mitte der 90er Jahre konzentrierte er sich auf die Aufarbeitung seines umfangreichen Werkes und seiner grafischen Sammlung. Sein eigenes grafisches Werk sowie seine Sammlung der bei ihm entstandenen Studien- und Prüfungsarbeiten hat er dem Braunschweigischen Landesmuseum übereignet; die Veröffentlichungsrechte in digitaler Form übertrug er noch kurz vor seinem Tod an die Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, der damit für Lehr- und Forschungszwecke eine reichhaltige Quelle zur Verfügung steht.

 

Freigegebenes Pressebild zur Verwendung

 

vergrößern Prof. Klaus Grözinger, * 18.02.1923, † 20.07.2011. © HBK.


Zuletzt bearbeitet von Referat Presse und Kommunikation am 06.01.2012