Kummer weint // Schliess die verdammten Eisfach!

Wie schaut ein Künstler mit heutigem Blick auf sein Werk? An zwei Ausstellungsorten der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig werden eine hybride Skulptur und eine Kompilation von Schwarzweißfotografien als selbstretrospektive Auskopplungen aus dem Werkverzeichnis Raimund Kummers in Opposition gesetzt. Beide Ausstellungen verbindet eine Gemeinsamkeit: die gezeigten Werke werden zum ersten Mal gezeigt.

Die Tradition der Präsentation der vor Ort entstandenen künstlerischen Entwicklungsvorhaben ist in Raimund Kummers Verständnis integraler Teil seiner Lehre als Professor für Bildhauerei. So zeigte der 1996 berufene Künstler unter anderem 1998 die science-fiction-artige Bodenskulptur Synaptischer Spalt in der inzwischen abgerissenen „Blechhalle“ auf dem ARTmax Gelände und 2012 in der Hochschulgalerie die raumgreifende Diaprojektoren-Skulptur νόστος ἄλγος (nóstos álgos). Diese Tradition wird mit der aktuellen Doppelausstellung in der Hochschulgalerie und Montagehalle als Präsentationsort künstlerischer Entwicklungsvorhaben Kummers letztmalig fortgeführt.

Anlässlich seiner über 25-jährigen Lehrtätigkeit und Emeritierung zum Ende des Sommersemesters 2022 stellt Kummer zwei inhaltlich verschiedene Projekte nebeneinander. Beide Projekte sind aus der Perspektive der Selbstretrospektive heraus entwickelt worden und zeigen Werke, die bei der umfangreichen Recherche zu seinem Werkverzeichnis als bislang unveröffentlichtes Material entdeckt und neu bewertet worden sind. Damit werden sowohl das spektrenreiche Lebenswerk Kummers als auch der historiografisch-künstlerische „Blick aufs Ich“ angesprochen. Die Doppelausstellung zeigt Ergebnisse seiner Auseinandersetzung mit Fragestellungen und Problematiken möglicher Formen eines „Werkverzeichnisses“. Sie leistet so einen bedeutenden, aus künstlerischer Blickrichtung formulierten und kritischen Beitrag zur aktuell geführten Kulturerbe-Debatte.

Die Ausstellung wird gefördert durch die Öffentliche Versicherung, die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz,  die Alexander Tutsek-Stiftung und PhaseOne.

Laufzeit: 27. April – 27. Mai 2022
Öffnungszeiten: Mo–Fr: 14–18 Uhr, feiertags geschlossen

Eröffnung: Dienstag, 26.04.2022, 19 Uhr, Montagehalle
Begrüßung: Prof. Dr. Dorothea Hilliger, Präsidentin (m.d.W.d.G.b.) HBK Braunschweig
Statement: Raimund Kummer

 

Kummer weint in der Montagehalle: über 1000 von 1976 bis heute analog belichtete Vintageprints, Handabzüge und Digitaldrucke auf Barytpapier, Siebdrucke hinter Glas, xerografierte Bücher, wand- oder raumgebundene Werke im Medium Schwarzweißfotografie. 

Schliess die verdammten Eisfach! in der Hochschulgalerie: eine komplexe skulpturale Anordnung, bei der Sound, Text und Digitalfilmprojektionen einen zentrierten, raumfüllenden Klangkörper umspielen und aus dem Œuvre des Bildhauers generierte Titel in den Raum vaporisieren.

Es erscheint ein umfangreicher Katalog zur Ausstellung.

Pressetermin

19. April, 12:30 Uhr mit anschließendem Mittagessen. 

Rückmeldung bitte bis zum 13. April an presse@hbk-bs.de oder hans_krestel@gmx.de

Pressefotos

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