„Dîwan Fusion“: Das Semesterereignis im Artmax

Stark besucht war das Format „Dîwan Fusion“, das sich im Rahmen der Samowar Sessions unter der Gastgeberschaft von Havîn Al-Sîndy, Professur „Kunst und Ökologien“, in deren Atelier am Artmax ereignete.
Der Abend war ein Zusammentreffen unterschiedlicher Studienbereiche der HBK und lud dazu ein, ins Gespräch zu kommen. Kunstpädagogik traf auf Kunstwissenschaft und Freie Kunst und es konnte disziplinübergreifend gedacht und diskutierte werden. Die Aufmerksamkeit bündelte sich im Austausch zwischen drei veranstaltenden Professor*innen: Havîn Al-Sîndy, Hiwa K und Elena Korowin. Es wurden filmische Arbeiten, Arbeitsprozesse, politische wie alltägliche Kontexte und künstlerische Konzepte diskutiert.
Die Annäherung über den Gedanken des Dîwan, ein Konzept, das bereits zu den OPEN STUDIOS 2026 praktiziert wurde, sprang in sichtbaren Lettern von den Atelierwänden in die Menge der lebendigen Veranstaltung über.
Was zu Jahresbeginn als Gesprächs- und Veranstaltungsreihe zu Macht, Sprache, Zugängen und Ausschlüssen im Kunst- und Kulturbetrieb seinen Anfang nahm, kam bei „Dîwan Fusion“ in eben diesem Grundgedanken erneut zum Vorschein: Eine Einladung zum „ausreden, aus-reden, Ausreden, ausReden“ lassen, die Momente der Verständigung und des Zuhörens in dem noch jungen Sommersemester, zwischen den Professor*innen und der interessierten Studierenden ermöglichte.
Zur Gastgeberin:

Havîn Al-Sîndy ist Künstlerin und Professorin an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. In ihrer künstlerischen Praxis bewegt sie sich an der Schnittstelle von Körper, Erinnerung, Krieg, immaterieller Sichtbarkeit, Sprache und Ökologie. Ausgangspunkt ihrer Arbeit ist eine fundierte Auseinandersetzung mit Biologie und Chemie, die sie mit installativen, performativen und filmischen Ansätzen verbindet.
Ihre Werke wurden international präsentiert, unter anderem in der K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen sowie in Ausstellungen und Biennalen in Europa und den USA. In ihrer Arbeit verknüpft sie unterschiedliche geografische und kulturelle Kontexte, insbesondere Deutschland und Kurdistan, und begreift Kunst als kritisches Instrument, um bestehende Ordnungen zu hinterfragen und neue Perspektiven zu eröffnen.




