Joy Kristin Kalu an die HBK Braunschweig berufen

Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur hat Prof. Dr. Joy Kristin Kalu auf die Professur für Performance- und Theatertheorie am Institut für Performance, Kunst und Bildung (IPKB) der HBK Braunschweig berufen. Zum Sommersemester 2026 folgte sie dem Ruf nach Braunschweig und nahm ihre Tätigkeit an der Kunsthochschule auf.

Prof. Dr. Joy Kristin Kalu ist Dramaturgin, Kuratorin für internationale aufführende Künste sowie Theater- und Kulturwissenschaftlerin. Zuletzt lehrte sie als Gastprofessorin für Theorie der performativen Künste an der Universität der Künste Berlin und war in den Jahren 2017 bis 2023 leitende Dramaturgin an den Berliner Sophiensælen. Dort verantwortete sie das laufende Performance- und Theaterprogramm und kuratierte zahlreiche internationale Festivals und Formate, darunter Save your Soul (2018) und Risk & Resilience (2020). Darüber hinaus initiierte sie das Gesprächsformat Politics of Love.

Joy Kristin Kalu studierte Theaterwissenschaft und Kulturwissenschaft Nordamerikas an der Freien Universität Berlin. Für ihre Dissertation forschte sie an der New York University. Sie lehrte und forschte international an Universitäten und Theaterhochschulen, unter anderem in Berlin, New York, Gent sowie Ludwigsburg.

Berufliche Stationen führten sie außerdem an renommierte Kulturinstitutionen in Deutschland und den USA, darunter das Thalia Theater Hamburg, die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin, die Wooster Group in New York, die Actors’ Gang in Los Angeles sowie die Kunst-Werke Berlin.

In ihrer wissenschaftlichen und kuratorischen Arbeit beschäftigt sich Joy Kristin Kalu insbesondere mit der Ästhetik des experimentellen Gegenwartstheaters im deutschsprachigen Raum und in Nordamerika, mit internationalen afrodiasporischen Narrativen und Ästhetiken sowie mit den Beziehungen zwischen bildender Kunst und performativen Künsten seit den 1950er Jahren. 

Ihre Dissertation erschien 2013 unter dem Titel Ästhetik der Wiederholung. Die US-amerikanische Neo-Avantgarde und ihre Performances im transcript Verlag. Gegenwärtig arbeitet sie an dem Buch Das Subjekt der Enthüllung. Inszenierungen der Therapie in künstlerischer und psychologischer Praxis. Darüber hinaus veröffentlichte sie zahlreiche Beiträge und Essays unter anderem in Theater heute, Texte zur Kunst und Paragrana sowie mehrere Herausgeber*innenbände.

Prof. Dr. Joy Kristin Kalu engagiert sich zudem in zahlreichen Gremien im Bereich der darstellenden Künste. Sie ist Mitglied der Jury der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS. 

Mit der Berufung von Prof. Dr. Joy Kristin Kalu wird das Institut für Performance, Kunst und Bildung in den Bereichen Performance- und Theatertheorie sowie deren interdisziplinäre Verknüpfung mit künstlerischer Praxis, gesellschaftspolitischen Fragestellungen und internationalen Diskursen gestärkt.

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