Starke Präsenz beim Salon der Wissenschaft

Bei der fünften Ausgabe des "Salon der Wissenschaft" am Mittwoch, den 3. Juni 2026 im TRAFO Hub sind vier Wissenschaftler*innen der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig vertreten. 

Der Salon der Wissenschaft bietet allen Interessierten einen Ort, um mit Forscher*innen aus der Region ins Gespräch zu kommen. Insgesamt rund 30 Wissenschaftler*innen aus den Forschungseinrichtungen der Region Braunschweig erläutern in vier Gesprächsrunden, woran sie forschen und welche Visionen sie für die Zukunft haben.

Wie vielfältig Wissenschaft insbesondere an einer Kunsthochschule sein kann, zeigen die vier beteiligten Wissenschaftler*innen von der HBK bereits mit deren Fragestellungen und laden beim Salon der Wissenschaft zum direkten Austausch ein.

Näheres zu Anmeldung, den kostenlosen Tickets und Infos zu Ablauf des Events gibt es hier.

Dr. des. Tonia Andresen, Wissenschaftliche Projektmitarbeiterin, Institut für Kunstwissenschaft, stellt die Frage: Welche Bilder produzierten Künstler:innen der Moderne von den ‚Tropen‘?

"Bad Bunnys weltweit gefeierte Super Bowl Performance arbeitete mit kulturellen Symboliken, die ein Bild der "Tropics" aufriefen, dessen Ursprünge sich bis weit ins 15. Jahrhundert zurückverfolgen lassen. Lange galten die Tropen in der europäischen Imagination als das 'exotische' andere in Abgrenzung zur 'zivilisierten' Welt. Wie aber repräsentierten Künstlerinnen in den Amérikas die Region?"

Bei Prof. Dr. Elena Korowin, Professorin für Kunstwissenschaft mit dem Schwerpunkt Kulturtransfer heißt es: Wie prägt Kulturtransfer künstlerische Ausdrucksformen?

"Kulturtransfer bezeichnet die wechselseitige Übertragung von Motiven, Techniken und Ideen zwischen Kulturräumen. In der Kunstwissenschaft ermöglicht er die Analyse von Transformationsprozessen, Aneignung und Neuinterpretation. Künstlerische Werke entstehen so im Spannungsfeld von Austausch, Machtverhältnissen und Identitätsbildung und prägen langfristig visuelle Traditionen."

Prof. Dr. Gerhard Glatzel, Professur Construction and Materials, Institut für Designforschung, bringt Nachhaltigkeit im Design mit der Frage zusammen: Welche Zukunft hätten Sie gerne?

"Um Antworten auf diese und andere Fragen zu finden, entwickeln wir im Rahmen des EU-geförderten SPOON-Projekts in Braunschweig mit 15 weiteren EU-Partnern eines von sechs bürgerwissenschaftlichen Laboren. SPOON soll den Bürgern Wege aufzeigen, Lebensmittelverschwendung langfristig zu minimieren. Wir sehen in unserer Forschung einen Beitrag zur Stärkung unserer Demokratie durch aktive Partizipation."

Mit Prof. Dr. Rolf Nohr, Professor für Medienästhetik/Medienkultur, Institut für Medienforschung geht es um das Thema: Wer spielt lernt – aber vielleicht nicht immer das, was er oder sie glaubt zu lernen.

"Wer spielt lernt – aber nicht jede Lernsoftware ist ein Spielzeug. Jedes Computerspiel vermittelt uns vielfältiges Wissen und Handlungsmodelle – aber ein Shooter stumpft uns nicht automatisch ethisch ab. Es läuft alles auf die alte Frage hinaus: Warum spielen wir? Welche Rolle spielt „das Medium“ beim Spielen? Und vor allem: Was spielt noch eine Rolle, wenn wir spielen? "

Der Salon der Wissenschaft wird gemeinsam vom Verein ForschungRegion Braunschweig e.V. in dem die Forschungseinrichtungen unserer Region zusammengeschlossen sind, und der Stadt Braunschweig ausgerichtet. Das Format findet seit 2022 jährlich statt.