
ca. 1966
© Archives of the Rostkowski family
Ecologies of Sculpture
Das Forschungs- und Ausstellungsprojekt Ecologies of Sculpture untersucht Ökologien des Skulpturalen anhand von künstlerischen Beispielen seit den 1920er Jahren bis zur Gegenwart. Im Fokus stehen materialbasierte Ansätze, um erstens die Spezifik des Skulpturalen fassen zu können und zweitens die mit dem Medium verbundenen Infrastrukturen (Materialwege, Abbau von Ressourcen, post- und neokoloniale Verhältnisse) kritisch zu beleuchten. Ausgehend von der Beobachtung, dass gerade skulpturale Praxen und Verfahren Naturkultur-Verhältnisse verhandeln und neu konfigurieren, fokussiert das Projekt die damit verbundenen Wissenssysteme und Diskurse. Erich Hörls Begriff von „Ökologien“, im Unterschied zu „Ökologie“, ist zentraler Ansatzpunkt, um Ökologien des Skulpturalen zu erforschen und als diskursive Anordnungen zu verstehen. Zentrale Fragen sind: Woher kommt das Material und welche Infrastrukturen sind ihm inhärent? Welche materialbezogenen Begriffe sind für eine Skulpturgeschichte des 20. Jahrhundert und der Gegenwart zentral? Wie äußern sich genderspezifische Zuschreibungen von bestimmten Materialien, wie Stein, Plastik oder Stoff? Welche Vorstellungen von Naturkultur-Verhältnissen werden durch die künstlerischen Praktiken generiert?
Ecologies of Sculpture ist eine Kooperation zwischen der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK) und dem Sprengel Museum Hannover unter der Leitung von Prof. Dr. Ursula Ströbele (HBK), Dr. Carina Plath (Sprengel Museum/Stadt Hannover) und Dr. Reinhard Spieler (Sprengel Museum). Wissenschaftliche Mitarbeiterin ist Dr. des. Tonia Andresen, studentische Hilfskraft Merle Noosten.