Institut Performative Praxis, Kunst und Bildung
Über das Institut
Das Institut Performative Praxis, Kunst und Bildung (IPKB) entwickelt und erforscht Bildungsprozesse im Austausch mit aktueller Kunst, Performance und zeitgenössischem Theater. Dabei arbeitet das IPKB mit einem Kunstbegriff, der insbesondere von performativen, experimentellen und inklusiven Formaten ausgeht.
Künstlerische Praxis, Lehrexperimente und Vermittlungsformate werden in Projekträumen, Probebühnen, Ateliers und den verschiedenen Werkstätten der HBK sowie in Kooperationen mit Kultur- und Bildungsinstitutionen erprobt. Die Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Raum bahnt Wege in Richtung Stadt und Zivilgesellschaft. Forschung, Lehre, künstlerisches Experiment, ästhetische Erfahrung und Vermittlung werden hier zusammengedacht und kritisch reflektiert. Austausch und Zusammenarbeit spielen dabei eine zentrale Rolle: innerhalb der Hochschule und darüber hinaus. So entstehen offene Räume für neue Ideen und Perspektivwechsel, Diskussion und lebendigen Diskurs. Im Zentrum steht die kontinuierliche Auseinandersetzung mit dem eigenen künstlerischen und pädagogischen Handeln – insbesondere im Kontext gesellschaftlicher und politischer Fragestellungen. Das Institut knüpft damit an Traditionslinien der Bildenden Kunst und des Theaters im Sinne der Entgrenzung der Künste an und zielt so auf eine Infragestellung und Erweiterung des Kanons.
Eine Besonderheit des IPKB ist, dass hier Darstellendes Spiel in Kombination mit Kunstpädagogik bzw. Kunst Lehramt studiert werden kann – eine an einer Kunsthochschule einmalige Fächerkombination. Seit dem Studienjahr 2024/25 wurde zudem der Teilstudiengang Kunst in der Sonderpädagogik an der HBK Braunschweig installiert und eine entsprechende Professur dazu neu eingerichtet. Ein spezifisches und im deutschsprachigen Raum einzigartiges Angebot ist die Zusatzqualifikation Kunstvermittlung für Studierende der Freien Kunst. Am IPKB wird Kunstvermittlung als eigenständige künstlerische Praxis verstanden, in der gesellschaftlich relevante Themen im Austausch mit politischen Akteur*innen, Kulturinstitutionen sowie sozialen Einrichtungen aufgegriffen und künstlerisch reflektiert und weiterentwickelt werden.
Das IPKB kooperiert mit den anderen Instituten der HBK sowie in den Lehramtsstudiengängen mit der Technischen Universität Braunschweig (TU), im Teilstudiengang Kunst in der Sonderpädagogik mit der Leibniz Universität Hannover (LUH) und im Darstellenden Spiel zudem mit der Universität Hildesheim, der TU Braunschweig, der LUH und der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH). Das Lehrangebot wird durch die Zusammenarbeit in der Lehrkräftefortbildung, durch abgeordnete Lehrkräfte sowie Fachtage mit Schulen und Berufsverbänden ergänzt.
Aktuelles aus dem IPKB
Kontakt
Geschäftsstelle
Gebäude 14, Raum 211
MITARBEITER*INNEN
Professor*innen
Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen
Projekte aus Kunst, Bildung, Forschung
24. bis 28. Juli 2023 in Gießen
Akademie23 - Interdisziplinäre inklusive Sommerakademie
Die Akademie23 gibt Menschen mit und ohne Behinderung Raum für die gemeinsame künstlerische Forschung. In einer Kooperation des Atelier23 der Lebenshilfe Gießen, der Justus-Liebig-Universität Gießen und der HBK Braunschweig werden fünf Workshops in den Bereichen Bildhauerei, Zeichnung/Collage, Fotografie, Malerei und Performance ausgerichtet. Künstler*innen der Ateliers Geyso20 (Braunschweig), Idyllerei (Nürnberg), THIKWA (Berlin), Kaethe:K (Puhlheim), Die Schlumper (Hamburg) und Studierende der beteiligten Hochschulen nehmen teil und werden jeweils durch ein Dozierenden-Tandem fachlich begleitet. Die Arbeitsergebnisse werden im Sommer 2024 im Ausstellungsraum der Stadt Gießen Kultur im Zentrum (KiZ) präsentiert.

17. bis 21. Oktober 2022
Neither Role Nor Model
NEITHER ROLE NOR MODEL [weder Rolle noch Vorbild] ist ein institutsübergreifendes Forschungs- und Workshopformat für Studierende der HBK Braunschweig. Künstlerinnen (FLINTA*) aus künstlerisch-technischen Berufsfeldern geben Einblicke in die Bereiche Film, Licht, Fotografie, Hardware Hacking und Pyrotechnik. Die Workshops bilden einen Ausgangspunkt um Stellenwert, Reproduktion, Inszenierungs- und Subversionsstrategien von Vor- und Rollenbildern im Bereich Technik zu hinterfragen.

RehearDig – Rehearsal formats in postdigital drama teaching
Das Forschungsprojekt RehearDig ist Teil des Leibniz-WissenschaftsCampus
Postdigitale Partizipation Braunschweig und untersucht Probenprozesse in einer postdigitalen Theaterpädagogik.

RENE Theater- und Performancefestival
RENE versteht sich als Plattform zur Vernetzung des Nachwuchs der Darstellenden und Performativen Künste in Niedersachsen und schafft einen öffentlichen Raum, um künstlerische Arbeiten, Performances und Diskurse mit einem vielfältigen Publikum zu teilen.
Ursprünglich konzipiert in einem begleitenden Seminar im Rahmen des Moduls M9 „Eigenstudium“ bei Professor Bjoern Auftrag, entwickelte sich RENE seit seiner Erstausgabe im Sommer 2022 zu einem landesweit bekannten Festival der Darstellenden und Performativen Künste. Mit der steigenden Zahl an Förderungen – von anfangs zwei bis hin zu zwölf – wuchsen nicht nur die finanziellen Möglichkeiten, sondern auch die Professionalität der Organisator*innen und Teilnehmenden.

situierung zwischen
situierung zwischen ist eine Sammlung forschender Perspektiven aus der Theorie und Praxis der Kunstpädagogik und -vermittlung. Die Plattform widmet sich den Praxen des Forschens, verhandelt Wissensformen und eröffnet ein vielstimmiges Diskursfeld für die künstlerische Bildung. Sie versammelt Prozesswissen und experimentelle Ansätze forschenden Arbeitens und erweitert damit den Raum dessen, was Forschung im Kontext künstlerisch-edukativer und kunstpädagogischer Denk- und Aushandlungsprozesse bedeuten kann. situierung zwischen wurde 2023 durch Silke Ballath, Annika Niemann und Konstanze Schütze initiiert und versteht sich als wachsende Plattform.
situierung zwischen ist im Dialog zwischen Silke Ballath (Institut Performative Praxis, Kunst und Bildung der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig) und Konstanze Schütze (Department Kunst und Musik der Universität zu Köln) entstanden, im Rahmen eines Forschungsprojektes in der Lehre von Silke Ballath. Der Aufbau der Onlineplattform wurde ermöglicht durch die großzügige Förderung der HBK Braunschweig und der Universität zu Köln.
Zur Website: https://situierungzwischen.net
Kontakt: kontakt@situierungzwischen.net

9. bis 11. Oktober 2025 in Hannover
Theaterpädagogik und Digitalität
Digitale Technologien sind ein fester Bestandteil heutiger Lebensrealitäten. Wie kann und sollte Theaterpädagogik darauf reagieren? In welcher Form ist ‚das Digitale‘ schon längst Teil theaterpädagogischer Prozesse?
Im Rahmen des Kooperationsstudiengangs Darstellendes Spiel richtet das Institut Performative Praxis, Kunst und Bildung der HBK Braunschweig gemeinsam mit der Leibniz Universität Hannover die diesjährige Ständige Konferenz Spiel und Theater an Hochschulen 2025 (StäKo25) unter dem Titel “Theaterpädagogik und Digitalität” aus. Sie findet vom 09.-11. Oktober 2025 an der LU Hannover statt.

transform – Transformative Bildungsprozesse in performativen Projekten
Das Forschungsprojekt transform untersucht Bildungsprozesse in Tanz-, Theater- und Performanceprojekten. Geforscht wird in einem Forschungsverbund zwischen der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und der Universität Potsdam in einem interdisziplinären Team aus Erziehungswissenschaftler*innen, Theaterpädagog*innen und einer Tanzwissenschaftlerin.






